Polizei Rhein-Erft-Kreis sucht Zeugen nach Bankkartenbetrug in Kerpen-Buir
Unbekannter gab sich als falscher Bankmitarbeiter aus und soll Bargeld abgehoben haben – das Kriminalkommissariat 12 ermittelt.

Nach einem Fall von Bankkartenbetrug in Kerpen-Buir sucht die Polizei Rhein-Erft-Kreis Zeugen. Nach Angaben der Polizei trat am Montagabend, 10. August, ein Unbekannter als falscher Bankmitarbeiter auf und soll mit einer erlangten Bankkarte kurz darauf Bargeld abgehoben haben.
Gesucht wird ein Mann mit kurzen schwarzen Haaren und Oberlippenbart. Er soll zwischen 20 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Zur Tatzeit habe er einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd sowie eine Krawatte getragen und einen Aktenkoffer bei sich gehabt.
Ablauf der Tat in Kerpen-Buir
Laut den bisherigen Erkenntnissen erhielt ein Geschädigter gegen 16.40 Uhr einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Dabei sei von einem angeblichen Angriff auf das Konto die Rede gewesen. Zugleich habe der Anrufer behauptet, die Bankkarten müssten nun überprüft werden.
Gegen 17 Uhr erschien dann ein angeblicher Bankmitarbeiter an einem Haus an der Broichstraße und nahm Bankkarten entgegen. Wenig später wurde der Kerpener misstrauisch. Bei der Kontrolle seines Kontos stellte er laut Polizei fest, dass bereits kurz nach der Abholung der Karten an einem Geldautomaten in Kerpen-Buir Bargeld abgehoben worden war. Anschließend suchte er eine Polizeiwache auf und erstattete Anzeige.
Die Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 12.
Polizei bittet um Hinweise
Zeugen, die Angaben zu dem beschriebenen Mann oder zum Tatgeschehen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
So schützt man sich vor ähnlichen Betrugsmaschen
Die Polizei rät, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und bei merkwürdigen Anrufen sofort aufzulegen. Persönliche und finanzielle Verhältnisse sollten am Telefon niemals besprochen werden.
Außerdem sollten weder Geld noch Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben oder überwiesen werden. Die Polizei betont, dass niemals eine PIN preisgegeben werden sollte. Kein Bankmitarbeiter werde danach fragen. Auch Debitkarten sollten niemals an Abholer ausgehändigt werden. Bankmitarbeiter kommen laut Polizei nicht vorbei, um Bankkarten abzuholen.
Ebenso sollten keine TANs weitergegeben werden, da damit in diesem Moment bereits eine Überweisung autorisiert werden könne. Die Polizei empfiehlt zudem, mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauten über verdächtige Anrufe zu sprechen.
Wer einen dubiosen Anruf angeblich von seiner Hausbank erhält, sollte auflegen und anschließend selbst unter der aus den eigenen Bankunterlagen bekannten Nummer bei der Bank anrufen. Wer unsicher ist, kann sich an die Polizei unter der 110 ohne Vorwahl oder an die örtliche Polizeidienststelle wenden.
Wenn man bereits betroffen ist
- Immer Strafanzeige erstatten.
- Keine weiteren Geldzahlungen leisten.
- Unverzüglich das kontoführende Geldinstitut informieren, um mögliche Geldflüsse noch anzuhalten oder rückgängig zu machen.
- Eine Strafanzeige kann persönlich bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache Polizei NRW gestellt werden.
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