Rot-Weiß Essen und Hansa Rostock trennen sich 1:1
Rot-Weiß Essen und Hansa Rostock haben sich am Sonntag im Top-Spiel der 3. Liga 1:1 getrennt. Nach der Partie sprachen beide Trainer von einem verdienten Punkt. Der Anpfiff in Essen verzögerte sich zunächst um einige Minuten, weil ein Loch im Tornetz behoben werden musste. Mit Kabelbindern konnte das Problem nach kurzer Zeit gelöst werden.
Trainer sehen verdienten Punkt
RWE-Coach Uwe Koschinat zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Er erklärte, das Team sei in vielen Situationen zu unpräzise gewesen und eigenen Fehlern hinterhergelaufen. Gleichzeitig betonte er, der Weg der Essener sei sehr gut. Hansa Rostock beschrieb er als inhaltlich starke Mannschaft und verwies darauf, dass der Punkt für seine Elf mehr als verdient sei.
Auch Hansas Interimscoach Yannic Thiel zog ein positives Fazit. Seine Mannschaft sei gut in die Partie gekommen und habe vieles von dem umgesetzt, was man sich vorgenommen habe. Vor dem Spiel hätte aus seiner Sicht wohl jeder ein 1:1 in Essen in der aktuellen Situation mitgenommen. Thiel hob zudem hervor, dass die Art und Weise des Rostocker Spiels mutig gewesen sei. Der späte Ausgleich sei zwar bitter, der Stolz überwiege aber. Ein Punkt in Essen sei in Ordnung.
Thiel lobte außerdem den Teamgeist seiner Mannschaft. Die Truppe habe Feuer, und die schwierigen Tage seien nicht nur in dieser Woche, sondern schon vorher entstanden. Die Mannschaft sei in einem Boot und ziehe an einem Strang.
Stimmen zur Trainerfrage bei Hansa Rostock
MagentaSport-Experte Steven Rupprecht äußerte sich zur Entlassung von Daniel Brinkmann und sagte, er sei darüber ziemlich geschockt gewesen. Er habe nicht damit gerechnet, dass man nach einer Niederlage den Trainer freistellt. Nach seiner Einschätzung müsse es noch andere Gründe gegeben haben. Außerdem verwies er darauf, dass man bei Unzufriedenheit mit der Entwicklung auch schon im Sommer hätte reagieren können.
Ronald Maul, Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock, widersprach dieser Einordnung nicht grundsätzlich. Er erklärte, es solle nicht die Idee sein, aus der Emotion heraus und aus einem Spiel am Freitag in Köln sofort zu handeln. Es gebe Themen, die man analysieren müsse. Die Entscheidung sei am Montag gereift. Nach seinen Worten war man sich in den Gremien einig, dass dieser Schritt konsequent vollzogen werden müsse. Zugleich sagte Maul, dass der Zeitpunkt innerhalb einer englischen Woche nicht optimal sei.
Maul erläuterte auch die sportliche Analyse aus dem Sommer. Man habe zwar eine Auswertung vorgenommen, sei aber davon ausgegangen, dass sich die Situation reparieren lasse. Hinweise darauf, dass in der Mannschaft etwas nicht funktioniere, habe man nicht gehabt. Mit Blick auf die Defensive sagte er, dass Hansa in den vergangenen 40 Spielen 20-mal mehr als zwei Gegentore kassiert habe. Die Frage sei daher, wie mehr Kompaktheit erreicht werden könne.
Zu Spekulationen über Steffen Baumgart als möglichen Nachfolger sagte Maul, es gebe Wünsche und Ideen, die nicht zuletzt auch Fans hätten. Gleichzeitig gebe es Realitäten. Baumgart sehe sich derzeit nicht in der 3. Liga. Ein späteres Engagement in Rostock bezeichnete Maul als romantisch und schön, aktuell sei es aber unrealistisch. Zudem betonte er, dass bei Hansa Rostock nach wie vor zuerst die Mitglieder informiert würden.
Clips und Stimmen zum 7. Spieltag
Zu dem 7. Spieltag der 3. Liga sind nach Angaben der Mitteilung mehrere Clips verfügbar: