Glaube, Gerechtigkeit und Gemeinschaft auf den Philippinen

Prof. Dr. [Name] spricht in Wittgenstein über Bayanihan und christliches Engagement gegen Korruption

Glaube, Gerechtigkeit und Gemeinschaft auf den Philippinen
Bild zum Beitrag© Bad Berleburgs Redaktion

Am 6. November 2025 fand in der Stadtkirche Schloßstraße eine besondere Veranstaltung statt: Ein international renommierter philippinischer Pfarrer, Prof. Dr. [Name], hielt einen Vortrag im Rahmen des Literaturpflasters in Wittgenstein. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die Berleburger Kirchengemeinde und die Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen, mit Unterstützung von Claudia Latzel-Binder und Hauptorganisatorin Rikarde Riedesel.

UCC und die Bedeutung der Kirche auf den Philippinen

Die drei Buchstaben UCC stehen für United Church of Christ. Dies passt zur aktuellen Situation eines philippinischen Pfarrers: Prof. Dr. [Name] war 2017 als internationaler Gastprofessor am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Universität Bielefeld tätig.

Mit etwa 80 Prozent römisch-katholischen Christen bleibt die Kirche auf den Philippinen ein nicht immer einfaches Thema. Sie hat eine jahrhundertelange Geschichte, auch unter dem Einfluss der spanischen Kolonialherrschaft. Heute prägen Armut in städtischen Gebieten und der Rückzug von Bauern infolge des Bergbaus das gesellschaftliche Miteinander.

Bayanihan: Tradition der Solidarität

Ein zentraler Begriff der philippinischen Kultur ist Bayanihan, der für Teamgeist, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe steht. Diese Werte sind eng mit den Prinzipien des christlichen Glaubens verbunden.

Zwischen Bibel und gesellschaftlichem Engagement

Der Pfarrer zitierte in seinem Vortrag sowohl den ersten Brief an die Philipper – „Wandelt würdig des Evangeliums Christi!“ – als auch die Briefe an die Römer: „Denn Gott ist Diener dir zum Guten.“ Er hob hervor, dass die Botschaft des Evangeliums Christen dazu aufruft, Verantwortung zu übernehmen, besonders wenn der Staat seinen Aufgaben nicht nachkommt. Seit 1960 erinnert eine Liste von Änderungen und Beschlüssen daran, dass staatliche Obrigkeiten ihren grundlegenden Verpflichtungen nachkommen müssen.

Diese christliche Botschaft, so betonte Prof. Dr. [Name], sei für Geistliche verschiedener Konfessionen bedeutsam. Sie könne jedoch auch zur Herausforderung werden – insbesondere für korrupte Eliten.

Historische Persönlichkeiten und Literatur

Ein weiterer Bezugspunkt des Vortrags war José Rizal, Nationalheld und Schriftsteller. Dessen zweiter Roman beschreibt die Notwendigkeit, Freiheit durch Bildung und Würde zu erringen. Ein Zitat von Padre Florentino, einer zentralen Figur des Romans, unterstreicht: „Ich will sagen, dass unser Schwert gewonnen haben soll. Doch müssen diese Freiheit errungen werden, indem wir würdig werden – durch die Erhöhung der Intelligenz des Einzelnen.“

Hoffnung, Gerechtigkeit, Engagement

Die Veranstaltung vermittelte den Eindruck, dass Hoffnung auf den Philippinen weiterhin eine große Rolle spielt – besonders für diejenigen, die in ihrem Land nach Perspektiven suchen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Vortrages war die Überzeugung, dass Jesus für die Gerechtigkeit gestorben ist. Dies gelte nicht nur für Sünder, sondern explizit auch für Leidende, so die Botschaft an die Teilnehmenden.

Die Organisatorinnen und der Kontakt

Den Kontakt zum Redner stellte Claudia Latzel-Binder her. Vertreterinnen der Kirchengemeinde und der Erwachsenenbildung, Pfarrerin Christine Liedtke und Heike Dreisbach, hießen den Gast willkommen. Die Hauptorganisation lag bei Rikarde Riedesel.

Die Veranstaltung bot zahlreiche Denkanstöße zur Verbindung von Glauben, gesellschaftlichem Miteinander und kulturellen Wurzeln. Sie zeigte auf, wie wichtig Gemeinschaft, Solidarität und die Bereitschaft zu aktivem Engagement heute sind.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: