Großbrand auf Recyclinghof in Dortmund-Lindenhorst

Müll und Altreifen brennen in Lagerbox – Feuerwehr warnt wegen starker Rauchentwicklung

Von Blaulichtreport
Großbrand auf Recyclinghof in Dortmund-Lindenhorst
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Auf einem Recyclinghof in Dortmund-Lindenhorst ist es am gestrigen Abend zu einem größeren Brandeinsatz gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr gerieten in einer abgetrennten Lagerbox zunächst Misch- und Hausmüll in Brand. In der Folge griff das Feuer auf dort gelagerte Altreifen über. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort.

Brand auf dem Recyclinghof an der Pottgiesserstraße

Der Einsatz begann gegen 18:00 Uhr auf dem Gelände an der Pottgiesserstraße im Ortsteil Lindenhorst. Bereits beim Brandausbruch hatten Mitarbeiter einen lauten Knall und eine Stichflamme wahrgenommen. Die Lage entwickelte sich rasch zu einem größeren Feuer, das sich auf angrenzend gelagerte Reifen ausbreitete.

Die ersten eintreffenden Kräfte konzentrierten sich zunächst darauf, angrenzende Bereiche zu schützen. Zwischen den brennenden Lagerboxen und drei abgestellten Fahrzeugen des Betriebes wurde umgehend eine Riegelstellung aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Das gelang nach Angaben der Feuerwehr erfolgreich.

Starke Rauchentwicklung und Warnung an die Bevölkerung

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über Warn-Apps eine Warnung an die Bevölkerung ausgegeben. Die Menschen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr setzte zunächst Wasser zur Brandbekämpfung ein, doch die hohe Brandintensität machte diese Maßnahmen nur begrenzt wirksam.

Im weiteren Verlauf kamen mehrere Löschfahrzeuge mit Schwerschaum zum Einsatz. Zeitweise bekämpfte jeweils ein Großtanklöschfahrzeug den brennenden Hausmüll beziehungsweise die Reifenbox. Die Einsatzkräfte arbeiteten dabei unter schwierigen Bedingungen und mussten den Brand abschnittsweise eindämmen.

Große Mengen Müll in Flammen

Nach Schätzung der Feuerwehr brannten insgesamt etwa 200 bis 300 Kubikmeter Müll. Zur weiteren Brandbekämpfung setzte der Betreiber einen Radlader ein. Noch glimmendes Material wurde aus der betroffenen Restmüllbox ausgeräumt, in eine benachbarte leere Box umgelagert und dort gezielt abgelöscht.

Diese Maßnahmen dienten dazu, verbliebene Brandnester zu erreichen und eine erneute Ausbreitung zu verhindern. Die Arbeiten zogen sich bis in die Nacht hinein und erforderten ein abgestimmtes Vorgehen der eingesetzten Kräfte.

Umweltdienst sichert kontaminiertes Löschwasser

Da mit Verunreinigungen des Löschwassers durch Brandrückstände zu rechnen war, wurde auch der Umweltdienst eingesetzt. Er koordinierte Maßnahmen zur Rückhaltung und Kontrolle des kontaminierten Löschwassers.

Damit sollte verhindert werden, dass belastetes Wasser unkontrolliert weiterfließt. Der Fokus lag neben der eigentlichen Brandbekämpfung also auch auf dem Schutz der Umwelt und der Sicherung der Einsatzstelle.

Rund 80 Kräfte im Einsatz bis kurz vor Mitternacht

In der Spitze waren rund 80 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung des diensthabenden Verbandsführers im Einsatz. Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm der Löschzug 16 der Freiwilligen Feuerwehr Hombruch, der auf die Verpflegung größerer Einsatzstellen spezialisiert ist.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis kurz vor Mitternacht. Was genau den Brand ausgelöst hat, wird nun von der Polizei ermittelt. Für den Recyclinghof bedeutete der Einsatz eine lang andauernde und technisch aufwendige Brandbekämpfung mit mehreren parallelen Schwerpunkten.

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