Rhein-Erft: Geschwindigkeitskontrollen im großen Stil

In einer europaweiten Aktion wurden über 80 Fahrzeuge überprüft, dabei überschritten zahlreiche Fahrer die Höchstgeschwindigkeit; ein Vorfall auf der Kerpener Straße zeigt die Herausforderungen der Verkehrskontrollen.

Von Blaulichtreport

Artikel anhören

Die Polizei Rhein-Erft-Kreis beteiligt sich im Rahmen der europaweiten Aktion ROADPOL "Speed" an verstärkten Geschwindigkeitskontrollen. Diese Maßnahme findet vom 7. bis zum 11. April statt und soll helfen, die Einhaltung der Tempolimits zu überwachen sowie Verkehrssicherheit zu fördern.

ROADPOL "Speed" – Kontrollen für mehr Sicherheit

Das Hauptziel der ROADPOL "Speed"-Aktion liegt in der Sensibilisierung für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit. Durch gezielte Kontrollen möchte die Polizei Präventionsarbeit leisten und die Zahl der Unfälle, die durch zu schnelles Fahren verursacht werden, reduzieren.

Ergebnisse des ersten Aktionstags

  • Über 80 kontrollierte Fahrzeuge
  • Mehr als 35 überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit
  • In über zehn Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet
  • Spitzenwert: Über 100 km/h in einer 70er-Zone
  • Die Zahlen zeigen, dass trotz regelmäßiger Aufklärung ein erheblicher Teil der Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit überschreitet. Besonders schwerwiegende Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet, insbesondere wenn die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vorliegt.

    Flucht vor Verkehrskontrolle auf der Kerpener Straße

    Für Aufsehen sorgte am ersten Kontrolldienstag ein Zwischenfall auf der Kerpener Straße: Eine Frau entzog sich einer Verkehrskontrolle, nachdem sie zunächst gegenüber einem Beamten einen medizinischen Notfall vortäuschte. Nachdem sie angehalten wurde, beschleunigte sie plötzlich und flüchtete, woraufhin ein Motorradpolizist die Verfolgung aufnahm. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit und riskanter Fahrmanöver musste diese aber abgebrochen werden.

    Das Fahrzeug wurde später verlassen im "Alten Burgweg" in Gymnich entdeckt. Die Beifahrerin, eine 29-jährige, polizeibekannte Frau ohne Fahrerlaubnis, wurde von einem Polizeihund aufgespürt. Sie wird nun wegen Verdachts auf verbotenes Kraftfahrzeugrennen und Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Zudem wurde vorsorglich ein Rettungswagen gerufen, um eine medizinische Abklärung zu ermöglichen.

    Relevanz und Ziel der Aktion

    Die verstärkten Kontrollen zeigen, wie wichtig das konsequente Vorgehen gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen ist. Sie verdeutlichen außerdem, dass auch andere Delikte, wie Fahrten ohne Fahrerlaubnis oder riskantes Fahrverhalten, in den Fokus der Polizei geraten.

    Die Aktion ROADPOL "Speed" ist ein Beispiel für europaweite Zusammenarbeit der Verkehrspolizeien und soll langfristig zu einem sichereren Straßenverkehr beitragen. Die Ergebnisse des ersten Kontrolltages im Rhein-Erft-Kreis sprechen für die Notwendigkeit weiterer solcher Maßnahmen.

    Kontakt für Medienanfragen

    Weitere Kontrollen sind während der Aktionstage bis einschließlich 11. April angekündigt. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die geltenden Tempolimits einzuhalten und auf rücksichtsvolles Fahrverhalten zu achten, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: