Debütroman „Ruhrgemüse polnisch“: Lesung in Detmold

Birgitta M. Schulte erzählt die Geschichte einer polnischen Familie im Ruhrgebiet – Tickets ab 8 Euro

Von Detmolds Redaktion

Die Stadtbibliothek Detmold lädt Literaturinteressierte zu einer außergewöhnlichen Lesung ein: Am 24. Februar wird Birgitta M. Schulte aus ihrem Debütroman „Ruhrgemüse polnisch“ lesen. Der Abend verspricht einen eindrucksvollen Einblick in eine Familiengeschichte, die eng mit der Geschichte der Arbeitsmigration und dem sozioökonomischen Wandel im Ruhrgebiet verwoben ist.

Ein Roman zwischen Migration, Identität und Zeitgeschichte

In „Ruhrgemüse polnisch“ verarbeitet Birgitta M. Schulte die Geschichte ihrer eigenen Familie. Der Roman beleuchtet den schwierigen Weg polnischer Zuwanderer ins industrielle Dortmund zwischen dem späten 19. Jahrhundert und den 1930er Jahren. Schulte schildert das Ankommen in einer fremden Umgebung, den Alltag im Ruhrgebiet, sowie den anhaltenden Kampf gegen Ausgrenzung und Armut.

  • Protagonist Adam verliert nach einem Arbeitsunfall sein Auge und seine Anstellung, engagiert sich aber danach umso stärker in Gesellschaft und Politik.
  • Seine Frau Zuzanna hält die Familie über Wasser, indem sie Untermieter aufnimmt und als Näherin arbeitet.
  • Die Familie muss sich gegen äußere Widerstände behaupten, die von Kirche, Nationalverbänden und politischen Lagern stammen.
  • Sogar eine Änderung des Familiennamens ist Teil der Anpassung: Aus Koszyński wird Kosshofer.
  • Der Roman macht deutlich, wie sich die frühe Arbeitsmigration und die Fragen der Identität und Integration auf das Leben einer Familie auswirken können. Schultes Werk erzählt damit ein bedeutendes Kapitel der Sozialgeschichte des Ruhrgebiets.

    Hintergründe zur Autorin

    Birgitta M. Schulte wurde 1951 in Bochum geboren. Sie begann ihre berufliche Laufbahn als Redakteurin für pädagogische Zeitschriften und arbeitete über viele Jahre für den Hörfunk der ARD. Ihre Schwerpunkte lagen dabei auf Bildung, Frauen und Kultur. Nach vier Sachbüchern legt sie mit „Ruhrgemüse polnisch“ nun ihren ersten Roman vor. Ihr Debüt dient nicht nur der literarischen Aufarbeitung persönlicher Wurzeln, sondern versteht sich auch als Zeitzeugnis jener Epoche, in der Integration und Arbeitsmigration das Ruhrgebiet prägten.

    Veranstaltungsdetails und Informationen zur Teilnahme

    Die Lesung beginnt am Dienstag, 24. Februar, um 19:30 Uhr in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Detmold. In der Pause sowie im Anschluss haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, das Buch direkt vor Ort am Büchertisch einer Detmolder Buchhandlung zu erwerben. Für das leibliche Wohl sorgt der Förderverein Stadtbibliothek, der Wasser und Wein ausschenkt.

    • Eintrittskarten kosten 10 Euro und können per E-Mail oder telefonisch reserviert werden.
    • Mitglieder des Fördervereins und Ehrenamtliche der Stadtbibliothek erhalten Tickets für 8 Euro im Vorverkauf.
    • Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 12 Euro.
    • Literarischer Abend als Ort des Austauschs

      Die Lesung unterstreicht nicht nur die literarische Vielfalt, sondern auch die aktuelle Bedeutung von Migration, Identität und gesellschaftlichem Wandel. Mit „Ruhrgemüse polnisch“ bietet Birgitta M. Schulte ihren Zuhörerinnen und Zuhörern einen neuen Blick auf ein prägendes Stück Geschichte des Ruhrgebiets.

      Das Angebot, das Buch direkt vor Ort zu erwerben und sich bei einem Glas Wein auszutauschen, macht den Abend zu einem besonderen Erlebnis für alle, die sich für Familiengeschichte, Zeitzeugnis und Literatur interessieren.

      Eigene Anzeige

      Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

      Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

      Jetzt anfragen

      Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: