Detmold setzt auf Inklusion im Sport: „Sport inklusiv“

Menschen mit Behinderungen sollen nachhaltiger in den organisierten Sport einbezogen werden; Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Interessierte

Der Hermi-Lauf ist jedes Jahr ein Highlight für Menschen mit und ohne Behinderung und nur eines von vielen Beispielen von „Sport inklusiv“.
Der Hermi-Lauf ist jedes Jahr ein Highlight für Menschen mit und ohne Behinderung und nur eines von vielen Beispielen von „Sport inklusiv“.Foto: Stadt Detmold

Die Stadt Detmold sieht sich beim Thema Inklusion im Sport in einer Vorreiterinnenrolle. Nach Angaben der Stadt zeigt das bundesweite Modellprojekt „Sport inklusiv“, gefördert durch die LWL-Sozialstiftung gGmbH, wie Menschen mit Behinderungen nachhaltig stärker in den organisierten Sport einbezogen und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht werden kann.

Im Zentrum des Projekts steht demnach nicht nur der Ausbau inklusiver Sportangebote, sondern vor allem die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der Gestaltung und Durchführung des Sports. Dafür wurden Möglichkeiten geschaffen, eine Ausbildung zur Übungsleiterin oder zum Übungsleiter zu absolvieren oder als Helferin beziehungsweise Helfer der Übungsleitenden tätig zu werden. Die Stadt beschreibt dies als neuen Weg, der Menschen mit Behinderungen nicht nur die Teilnahme am Sport, sondern auch Verantwortung, Kompetenzentwicklung und Mitgestaltung im Vereinsleben eröffnet.

Erfahrungen werden landesweit weitergegeben

Auch über Detmold hinaus stößt das Modellprojekt auf Interesse. Über die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW wurde es landesweit vorgestellt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Praxis und konnten Impulse für ihre eigene Arbeit mitnehmen.

Für Interessierte stehen die bereits entwickelten Ansätze nach Angaben der Stadt in Leitfäden und praxisorientierten Handlungsempfehlungen bereit. Sie richten sich an Kommunen, Sportverbände und Vereine. Darin wird erläutert, wie Kommunen mit möglichst geringem Ressourcenaufwand passende Rahmenbedingungen für Teilhabe schaffen können und wie Vereine mit einfachen Mitteln inklusiver werden können. Im Fokus steht außerdem die Darstellung konkreter Vorteile für alle Beteiligten.

„Unser Anspruch war es, nachhaltige Strukturen zu entwickeln. Gleichzeitig möchten wir unsere Erfahrungen teilen und damit andere Kommunen und Sportorganisationen ermutigen, den Weg zu mehr Inklusion im Sport ebenfalls konsequent zu gehen“, sagt Merle Malburg, Inklusionsbeauftragte für Sport bei der Stadt Detmold.

Die Stadt betont, Inklusion im Sport gelinge besonders dann, wenn sie als gemeinsame Aufgabe verstanden werde – von Kommunen, Sportvereinen, Verbänden und dem Miteinander der Menschen. Detmold wolle diesen Weg weitergehen und die gewonnenen Erfahrungen nutzen, um die Sportlandschaft zu einem Ort zu machen, an dem alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.

Informationen zum Download stehen im Serviceportal der Stadt Detmold bereit.

Die Bildunterschrift verweist zudem auf den Hermi-Lauf als jährliches Highlight für Menschen mit und ohne Behinderung und als eines von vielen Beispielen von „Sport inklusiv“.

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