Detmold stärkt Nepal mit nachhaltiger Energie
Photovoltaikanlage und Wissenstransfer fördern Stromversorgung und Partnerschaft in Rainas

Die Stadt Detmold bekräftigt ihr Engagement für die globalen Nachhaltigkeitsziele und unterstützt aktiv ihre Partnerkommune Rainas in Nepal. Im Rahmen einer Städtepartnerschaft hat eine Detmolder Delegation technische Infrastruktur und Know-how nach Rainas gebracht, um die Lebenssituation vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Nachhaltige Energieversorgung für Rainas
In der Kommune Rainas, die im nepalesischen Tiefland mit rund 17.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt, sind Stromausfälle ein gravierendes Problem. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, installierte die Detmolder Delegation eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Dort werden unter anderem Medikamente und Impfstoffe gelagert, die eine verlässliche Kühlung benötigen.
Know-how und Partnerschaft auf Augenhöhe
Das Detmolder Team setzte sich aus Mitarbeitenden der Stadtwerke, einem Vorstandsmitglied des Vereins "Elektriker ohne Grenzen" sowie der Kämmerin der Stadt, Dr. Miriam Mikus, und zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung zusammen. Neben der technischen Umsetzung lag ein Schwerpunkt auf dem Austausch zu nachhaltiger Entwicklung und Kreislaufwirtschaft, wie sie auch in den Zielen der Vereinten Nationen verankert sind.
Klimawandel und erneuerbare Ressourcen
Besuche im Wasserkraftwerk Marsyangdi und einem Umspannwerk zeigten das große Potenzial Nepals für erneuerbare Energien. Allerdings erschweren klimabedingte Starkregenereignisse und ein unzureichendes Verteilnetz die Stromversorgung.
Kultureller und bildungspolitischer Austausch
Neben der Projektarbeit stand auch der Austausch über Bildung und gesellschaftliches Leben auf dem Programm. Ein Empfang mit den Schulleiterinnen und Schulleitern der Kommune gab Einblicke in Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bildungssysteme.
Die Detmolder Delegation konnte die Vielseitigkeit der hinduistischen und buddhistischen Kultur erleben und feststellen, dass in Rainas viele Familien noch als Selbstversorger leben. Tauschhandel und starke familiäre Bindungen prägen das Gemeinschaftsleben vor Ort.
Stimmen zur Partnerschaft
Dr. Miriam Mikus betont:
"Die bleibenden Eindrücke des wechselseitigen Austausches ermöglichen gegenseitiges Lernen voneinander und ein tieferes Verständnis beidseitiger Kulturen. Solche Erfahrungen lassen sich nicht in einer Videokonferenz sammeln, sondern nur im direkten Kontakt."
Perspektiven für die Zukunft
Die Partnerschaft zwischen Detmold und Rainas soll weiter intensiviert werden. Ziel ist eine nachhaltige Vernetzung sowie die gemeinsame Bewältigung globaler Herausforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.
Rahmen und Förderung
Das Projekt ist Teil des Schwerpunkts "Globales & Agenda 2030", in dessen Rahmen sich kommunale Akteure für eine global gerechte Welt engagieren. Die Finanzierung der Partnerschaftsarbeit erfolgt über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und wird von der Servicestelle "Kommunen in der Einen Welt" unterstützt.
Die Zusammenarbeit zwischen Detmold und Rainas zeigt, wie lokales Engagement einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten kann und wie wichtig der direkte Austausch zwischen den Kulturen ist.
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