Flucht des Weißkopfseeadlers Donald

Der bekannte Vogel entkam bei einer Flugshow und wird derzeit in Otterndorf gesucht – Falkner und Helfer sind im Einsatz, um den Adler sicher zurückzuholen.

Von Detmolds Redaktion
Flucht des Weißkopfseeadlers Donald
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Der berühmte Weißkopfseeadler Donald, bekannt als Publikumsliebling bei den Flugvorführungen der Adlerwarte Berlebeck, sorgt aktuell für Aufsehen: Das Tier ist ausgebüxt und hält sich derzeit auf dem Elbdeich in Otterndorf im Landkreis Cuxhaven auf. Der ungewöhnliche Ausflug des Greifvogels begann am vergangenen Samstag – und seine Rückkehr beschäftigt Falkner und Tierfreunde gleichermaßen.

Flucht nach Problemen mit Krähen

Wie die Adlerwarte Berlebeck mitteilt, war Donald ursprünglich bei einer Flugshow im Einsatz, als Krähen ihn während der Vorführung massiv bedrängten. Aufgeschreckt durch die Attacken und unterstützt vom Rückenwind, entschied sich der Seeadler zur Flucht und flog in nördlicher Richtung davon. Bereits einen Tag später wurde Donald zwischen Hamburg und Bremen gesichtet – ein ungewöhnlicher Streifzug für einen domestizierten Vogel.

Herausforderungen bei der Ortung

Für gewöhnlich ist Donald mit einem Sender am Fuß ausgestattet, der es den Falknern erlaubt, seine Position präzise zu bestimmen. Doch diesmal stellte sich heraus, dass der Sender entladen war und daher keine aktuellen Standortdaten lieferte. Hoffnung kam auf, als Donald am heutigen Morgen von Beobachtern auf dem Elbdeich in Otterndorf erneut gesichtet wurde. Um den Ausreißer sicher zurückzuholen, ist ein erfahrener Falkner aus dem bundesweiten Netzwerk unterwegs, um Donalds Vertrauen zu gewinnen und ihn wieder nach Hause zu bringen.

Starkes Netzwerk der Falkner

Der zoologische Leiter der Adlerwarte betont: „Wir Falkner sind in Deutschland sehr gut vernetzt und helfen einander sofort, wenn ein Vogel ausbüxt.“ Der Zusammenhalt der Gemeinschaft macht Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit dem beliebten Tier.

Donald – ein erfahrener Ausreißer

Tatsächlich ist dies nicht das erste Mal, dass Donald auf eigene Faust unterwegs ist. Bereits im vergangenen Jahr verschlug es ihn bis nach Dänemark, zudem machte er einen kurzen Zwischenstopp am Flughafen Langenhagen bei Hannover. Trotz dieser Ausflüge gelang es den Falknern bislang stets, den abenteuerlustigen Adler zurückzuholen.

Aktueller Stand und Ausblick

Momentan ruhen die Hoffnungen der Adlerwarte auf dem Einsatz des Falkners vor Ort. Wie der zoologische Leiter mitteilt: „Wir hoffen auf einen Anruf unseres Falknerkollegen, dass es gelungen ist, Donald einzuholen.“ Sobald der Vogel sicher gesichert ist, wird er zurück nach Berlebeck gebracht werden.

Das ungewöhnliche Abenteuer des Seeadlers Donald sorgt derweil für großes mediales Interesse und Anteilnahme aus der Bevölkerung – viele hoffen, dass der prominente Vogel in naher Zukunft wieder wohlbehalten zu seinen Flugshows zurückkehrt.

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