Neuer Treffpunkt für Hasselter Platz-Nutzer in Detmold
Mit Unterstand, Toilette und Beleuchtung fördert die Stadt Teilhabe und plant langfristiges Monitoring
In Detmold steht der Umgang mit Gruppen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen, erneut im Fokus der öffentlichen Diskussion. Die Stadt Detmold richtet gemeinsam mit verschiedenen Akteuren einen neuen Treffpunkt für die Gruppe, die bisher am Hasselter Platz verweilte, ein. Das Ziel: Teilhabe ermöglichen und gleichzeitig das Zusammenleben im öffentlichen Raum harmonisch gestalten.
Neuer Treffpunkt an der Bielefelder Straße
Aufgrund von wiederholt vorgebrachten Beschwerden über das Verhalten der bisherigen Nutzerinnen und Nutzer des Hasselter Platzes, hat die Stadt Detmold eine Alternative geschaffen. Bereits ab kommender Woche soll auf einem geschotterten Bereich neben Haus Bielefelder Str. 3 ein neuer Aufenthaltsort zur Verfügung stehen.
Diese Maßnahmen sollen allen Beteiligten – Anwohnerinnen, Anwohnern, Passantinnen, Passanten sowie den Nutzenden des Platzes – mehr Sicherheit und Komfort bieten.
Dialog und Information im Mittelpunkt
Nach Fertigstellung des neuen Bereichs werden die Verantwortlichen, gemeinsam mit Bürgermeister Frank Hilker, den neuen Treffpunkt vorstellen und die Gruppe offiziell über den Ortswechsel informieren. Im Anschluss wird der Hasselter Platz gesperrt und später für das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum mit der Stadt Hasselt neu gestaltet.
Bereits in dieser Woche fand dazu eine Informationsveranstaltung statt, an der Mitarbeitende der städtischen Betriebe, des Ordnungsamtes, des Kommunalen Ordnungsdienstes, des Bereichs Soziales sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kreispolizei Lippe und der Detmolder Herberge zur Heimat teilnahmen. Hier wurden offene Fragen beantwortet und zugleich die Wichtigkeit des fortlaufenden Austauschs betont.
Die Rolle der Koordination und der Ordnungspartnerschaft
Thorsten Engelhardt, Referent des Bürgermeisters und Leiter des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unterstrich die ständige Erreichbarkeit der städtischen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Das Ziel bleibt, bei eventuellen Störungen zügig und handlungsfähig zu bleiben.
Stadt setzt auf Monitoring und Dialog
Bürgermeister Frank Hilker war bei den Vorbereitungen mehrfach persönlich vor Ort. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten wurden Alternativen geprüft und letztlich ein neuer Standort ausgewählt, der weniger exponiert ist als der Hasselter Platz – ein Wunsch der betroffenen Gruppe selbst.
Frank Hilker erklärt: "Wir haben die Situation gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren analysiert und verschiedene Alternativorte geprüft," ergänzt aber auch: "Klar ist, dass es keinen einzigen Ort gibt, mit dem wir es allen recht machen können. Ich bitte die Detmolderinnen und Detmolder daher, dem Vorhaben nun eine Chance zu geben und den neuen Treffpunkt nicht von vornherein kaputtzureden."
Die neue Einrichtung wird engmaschig von allen verantwortlichen Partnern der Ordnungspartnerschaft überwacht und regelmäßig besucht. Die Entscheidung über die dauerhafte Akzeptanz des neuen Angebots wird im Zuge eines Monitorings in den kommenden Monaten getroffen.
Bürgermeister Frank Hilker appelliert: "Lassen Sie uns zwei, drei Monate gemeinsam vorurteilsfrei Erfahrungen sammeln. Wir bleiben im Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und allen Beteiligten und passen das Vorgehen gegebenenfalls an."
Ausblick und Kontakt
Der Hasselter Platz bleibt nach dem Umzug zunächst für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Zukunft des Platzes ist bereits skizziert: Er wird für das Partnerschaftsjubiläum mit der Stadt Hasselt im Mai neugestaltet.
Für Rückfragen stehen die zuständigen städtischen Stellen und Kooperationspartnerinnen und -partner bereit.
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