Rausch und Zorn: Autoritäre Macht zum Erleben

LIGNA inszeniert am 25. Januar im Hangar 21 eine barrierefreie Klangperformance über politische Machtstrukturen

Von Detmolds Redaktion
Rausch und Zorn: Autoritäre Macht zum Erleben
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Das Theaterexperiment „Rausch und Zorn – Studien zum autoritären Charakter“ des Medien- und Performancekollektivs LIGNA rückt die Hintergründe und Mechanismen autoritärer Politik in den Fokus. Am Sonntag, 25. Januar, lädt das Kulturteam der Stadt Detmold zu einer außergewöhnlichen Inszenierung in den Hangar 21. Ziel ist es, das Publikum zur Reflexion über politische Ästhetik und die eigene Rolle in gesellschaftlichen Prozessen zu bewegen.

Die Inszenierung: Experiment zwischen Klangraum und Reflexion

Bei diesem besonderen Theaterabend sitzt das Publikum in einem Quadrat, beobachtet sich gegenseitig und erhält über Kopfhörer individuelle, aber synchronisierte Tonspuren. In einer freien Chronologie entfaltet sich so eine Klanglandschaft aus dokumentarischen, essayistischen und sinnlichen Elementen, bei der Momente faschistischer Machtpolitik ebenso erfahrbar werden wie O-Töne von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern sowie Politikerinnen und Politikern.

Die Art und Weise, wie die Anwesenden auf das Gehörte reagieren, ist fester Bestandteil des kollektiven Erlebnisses. Ein Prozess, der verdeutlicht, dass die Auseinandersetzung mit autoritären Tendenzen weit über das Intellektuelle hinausgeht – sie wird zu einer körperlichen, sozialen und politischen Erfahrung.

Inhalte und Fragestellungen

  • Warum erscheinen autoritäre Lösungsansätze gerade in Krisenzeiten attraktiv?
  • Welches Begehren verbindet sich gesellschaftlich und individuell mit dem Faschismus?
  • Wie wirken Macht, Kontrolle und Zuschreibungen im öffentlichen Raum?
  • Barrierefreiheit und Realisierung

    Das Stück zeichnet sich durch seinen Hörspielcharakter sowie eingeschränkte Bewegungen aus und ist somit barrierefrei gestaltet. Teile der Aufführung können im Außenbereich stattfinden, worauf Besucherinnen und Besucher vorbereitet sein sollten.

    Die Aufführung im Hangar 21 ist eine Wiederaufnahme, gefördert durch das Förderprogramm „Tiny Adaptions“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft sowie des Landesbüros Freie Darstellende Künste NRW.

    Karten & Informationen

    • Karten im Vorverkauf: 10 Euro (ermäßigt 8 Euro)
    • Erhältlich online oder in der Touristinformation am Marktplatz
    • Tickets & Informationenhttps://kulturteam.reservix.de

      Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich aktiv mit gesellschaftlichen Strömungen auseinanderzusetzen und den eigenen Blick auf Machtverhältnisse zu reflektieren. Eine Einladung zur Teilnahme an einem besonderen Abend, der Fragen aufwirft und das Nachdenken über aktuelle politische Entwicklungen anregt.

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