Erkrath setzt auf Neubau und Entlastung
Stadtrat fordert Begrenzung der Kreisumlage und beschließt kompletten Neubau des Schulzentrums Hochdahl nach Brand

Die Stadt Erkrath hat zum Wochenende drei bedeutende Themen aus dem Stadtrat veröffentlicht. Die Mitteilungen betreffen sowohl finanzielle als auch bildungspolitische und personelle Entwicklungen: der Rat fordert eine Begrenzung der Kreisumlage, entscheidet sich zum vollständigen Neubau zerstörter Schulgebäude und verabschiedet den langjährigen Leiter der Jugendmusikschule in den Ruhestand.
Resolution zur Begrenzung der Kreisumlage
In seiner Sitzung am 28.01.2026 fasste der Stadtrat einen einstimmigen Beschluss zur Begrenzung der erheblich gestiegenen Kreisumlage. Die Resolution richtet sich an den Kreistag Mettmann mit der Bitte, im Kreishaushalt 2026 und in der mittelfristigen Finanzplanung alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die städtischen Haushalte zu entlasten.
Die Resolution fordert vor allem die vollständige Ausbuchung einer sogenannten Bilanzierungshilfe in Höhe von etwa 30 Millionen Euro gegen das Eigenkapital des Kreises. Eine solche Maßnahme wäre laut Stadtrat ohne Auswirkungen auf die Liquidität möglich und würde die kreisangehörigen Städte erheblich entlasten.
Weitere Kernforderungen des Rates sind die Nutzung von Ausgleichsrücklagen, die Prüfung eines globalen Minderaufwands im Kreishaushalt bis zu zwei Prozent und mehr Transparenz bezüglich der Auswirkungen von Haushaltsentscheidungen auf die Kreisumlage.
Stadtkämmerer Thorsten Schmitz hebt hervor:
"Nahezu alle kreisangehörigen Städte stimmen darin überein, dass der Kreis nun alle bestehenden Möglichkeiten prüfen muss, um die kommunalen Haushalte nicht weiter zu überlasten."
Beschluss zum vollständigen Neubau des Schulzentrums Hochdahl
Der Stadtrat hat ebenfalls am 28.01.2026 einstimmig den vollständigen Neubau des durch ein Feuer schwer beschädigten Schulzentrums (Realschule und Gymnasium Hochdahl) an der Rankestraße beschlossen. Ursprüngliche Pläne, teilweise erhaltene Bereiche zu integrieren, wurden nach neuen Erkenntnissen über umfangreiche Schäden am Bau verworfen.
Bürgermeister Christoph Schultz betont:
"Wir möchten für unsere Schülerinnen, Schüler sowie Lehrkräfte am Standort Rankestraße ein modernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Lernumfeld schaffen. Angesichts der neuen Erkenntnisse ist dies nur durch einen vollständigen Neubau möglich, da dies wirtschaftlich, baulich und zeitlich die sinnvollste Lösung ist."
Die Planungen für den Wiederaufbau laufen bereits; die Vergabe der Bauleistungen ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadtverwaltung zum Schuljahr 2029/2030.
Guido Mallwitz in den Ruhestand verabschiedet
Nach 45 Jahren bei der Stadt Erkrath hat Guido Mallwitz, langjähriger Leiter der Jugendmusikschule, Ende Januar sein Amt abgegeben. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern im Rathaus wurde sein umfassendes Engagement für die musikalische Bildung gewürdigt.
Bürgermeister Christoph Schultz würdigte die Verdienste von Mallwitz und betonte dessen langjährigen Einsatz für die Musikschule:
"Guido Mallwitz hat die Jugendmusikschule über viele Jahre hinweg mit großem Fachwissen, Weitblick und Leidenschaft für die Sache geführt. Im Namen der Stadt danke ich herzlich für seinen langjährigen Einsatz und wünsche ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute."
Auch nach seinem Ausscheiden bleibt Mallwitz als Vorsitzender des Freundeskreises der Musikschule weiterhin mit der Einrichtung verbunden.
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