Erkrath setzt auf Neubau und Entlastung

Stadtrat fordert Begrenzung der Kreisumlage und beschließt kompletten Neubau des Schulzentrums Hochdahl nach Brand

Von Redaktion Erkrath
Erkrath setzt auf Neubau und Entlastung
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Die Stadt Erkrath hat zum Wochenende drei bedeutende Themen aus dem Stadtrat veröffentlicht. Die Mitteilungen betreffen sowohl finanzielle als auch bildungspolitische und personelle Entwicklungen: der Rat fordert eine Begrenzung der Kreisumlage, entscheidet sich zum vollständigen Neubau zerstörter Schulgebäude und verabschiedet den langjährigen Leiter der Jugendmusikschule in den Ruhestand.

Resolution zur Begrenzung der Kreisumlage

In seiner Sitzung am 28.01.2026 fasste der Stadtrat einen einstimmigen Beschluss zur Begrenzung der erheblich gestiegenen Kreisumlage. Die Resolution richtet sich an den Kreistag Mettmann mit der Bitte, im Kreishaushalt 2026 und in der mittelfristigen Finanzplanung alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die städtischen Haushalte zu entlasten.

  • Für die Stadt Erkrath steigt die Kreisumlage um 29,04 % auf mehr als 33,8 Millionen Euro im Jahr 2026.
  • Mit Teilkreisumlage und Sonderumlagen steigen die Gesamtkosten auf 40,6 Millionen Euro – dies ist die zweitgrößte Ausgabenposition im Haushalt.
  • Die Resolution fordert vor allem die vollständige Ausbuchung einer sogenannten Bilanzierungshilfe in Höhe von etwa 30 Millionen Euro gegen das Eigenkapital des Kreises. Eine solche Maßnahme wäre laut Stadtrat ohne Auswirkungen auf die Liquidität möglich und würde die kreisangehörigen Städte erheblich entlasten.

    Weitere Kernforderungen des Rates sind die Nutzung von Ausgleichsrücklagen, die Prüfung eines globalen Minderaufwands im Kreishaushalt bis zu zwei Prozent und mehr Transparenz bezüglich der Auswirkungen von Haushaltsentscheidungen auf die Kreisumlage.

    Stadtkämmerer Thorsten Schmitz hebt hervor:

    "Nahezu alle kreisangehörigen Städte stimmen darin überein, dass der Kreis nun alle bestehenden Möglichkeiten prüfen muss, um die kommunalen Haushalte nicht weiter zu überlasten."

    Beschluss zum vollständigen Neubau des Schulzentrums Hochdahl

    Der Stadtrat hat ebenfalls am 28.01.2026 einstimmig den vollständigen Neubau des durch ein Feuer schwer beschädigten Schulzentrums (Realschule und Gymnasium Hochdahl) an der Rankestraße beschlossen. Ursprüngliche Pläne, teilweise erhaltene Bereiche zu integrieren, wurden nach neuen Erkenntnissen über umfangreiche Schäden am Bau verworfen.

    • Das Feuer im Mai 2025 zerstörte Hauptgebäude sowie weitere Teile stärker als ursprünglich angenommen.
    • Gutachten ergaben massive Schäden an tragenden Betonteilen, eine Teilsanierung wurde als finanziell und zeitlich nicht sinnvoll eingestuft.
    • Übergangsweise sind die Schulgemeinschaften im neuen Schuldorf auf dem Sportplatz Rankestraße untergebracht.
    • Bürgermeister Christoph Schultz betont:

      "Wir möchten für unsere Schülerinnen, Schüler sowie Lehrkräfte am Standort Rankestraße ein modernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Lernumfeld schaffen. Angesichts der neuen Erkenntnisse ist dies nur durch einen vollständigen Neubau möglich, da dies wirtschaftlich, baulich und zeitlich die sinnvollste Lösung ist."

      Die Planungen für den Wiederaufbau laufen bereits; die Vergabe der Bauleistungen ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadtverwaltung zum Schuljahr 2029/2030.

      Guido Mallwitz in den Ruhestand verabschiedet

      Nach 45 Jahren bei der Stadt Erkrath hat Guido Mallwitz, langjähriger Leiter der Jugendmusikschule, Ende Januar sein Amt abgegeben. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern im Rathaus wurde sein umfassendes Engagement für die musikalische Bildung gewürdigt.

      • Mallwitz begann 1981 als Lehrkraft bei der Jugendmusikschule und übernahm 2003 die Leitung.
      • Unter seiner Führung wurde das Kursangebot stetig ausgebaut, Kooperationen mit Schulen und Kitas intensiviert und große Bekanntheit über die Stadtgrenzen hinaus erreicht.
      • Die Einführung einer Musikschul-App sowie die Förderung musikalischer Früherziehung waren weitere Schwerpunkte seiner Arbeit.
      • Bürgermeister Christoph Schultz würdigte die Verdienste von Mallwitz und betonte dessen langjährigen Einsatz für die Musikschule:

        "Guido Mallwitz hat die Jugendmusikschule über viele Jahre hinweg mit großem Fachwissen, Weitblick und Leidenschaft für die Sache geführt. Im Namen der Stadt danke ich herzlich für seinen langjährigen Einsatz und wünsche ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute."

        Auch nach seinem Ausscheiden bleibt Mallwitz als Vorsitzender des Freundeskreises der Musikschule weiterhin mit der Einrichtung verbunden.

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