Grüne Oasen für Hattingen

Neue bienenfreundliche Bepflanzungen mit Bürgerunterstützung sollen das Stadtbild nachhaltig verschönern

Grüne Oasen für Hattingen
Bild zum Beitrag© Hattingens Redaktion

In Hattingen/Ruhr setzt die Stadt auf nachhaltige Grünpflege: Im Bereich Steinhagen wurden jüngst vier Baumscheiben mithilfe von Staudenablegern aus dem Bereich der Stadtmauer neu bepflanzt. Das Projekt, das der Fachbereich Stadtbetriebe verantwortet, verfolgt einen doppelten Ansatz: Ressourcenschonung und eine attraktive Begrünung im Stadtbild.

Stadt ruft Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf

Fabian Schraven, Gärtner der Stadt Hattingen, hebt die Bedeutung des Engagements der ansässigen Händlerinnen, Händler und Anwohnenden hervor: "Wir würden uns freuen, wenn ansässige Händler und Anwohner beim Gießen der Baumscheiben mithelfen. Über eine kleine Wasserspende oder Wassersäcke freuen sich Pflanzen und Bäume sehr. Schließlich haben am Ende alle etwas davon, wenn es vor den eigenen Haustüren auch schön blüht."

Die Initiative setzt damit nicht nur auf ökologische, sondern auch auf gemeinschaftliche Nachhaltigkeit. Schon kleine Beiträge wie gelegentliches Gießen können laut Stadtverwaltung einen spürbaren Beitrag zum Erhalt der neuen Bepflanzungen leisten.

Nachhaltiges Konzept und ausgedehnte Pläne

Die Aktion rund um den Steinhagen bildet lediglich den Auftakt für weitere Maßnahmen in der Hattinger Altstadt. Nach Angaben der Stadt sind auch Bepflanzungen an weiteren Punkten geplant, darunter am Emscheplatz und im Herbst voraussichtlich entlang der Heggerstraße.

Zu den verwendeten Pflanzen zählen Steppensalbei, Schönaster, Geranium und Calaminta. Diese Stauden stammen allesamt von der bestehenden Bepflanzung an der Stadtmauer, werden also im Sinne des

wiederverwendet und weiter kultiviert.

Bienenfreundlich, robust und pflegeleicht

Die ausgewählten Stauden zeichnen sich durch ihre Bienenfreundlichkeit, Schneckenresistenz und Hitzetoleranz aus. Ziel ist es, so Lebensraum für Insekten zu schaffen und zugleich auf klimaresiliente Arten zu setzen.

Fabian Schraven erläutert zudem, warum manche Ableger zunächst weniger vital wirken könnten: "Am Anfang ist es ganz normal, dass Ableger im neuen Beet etwas schlapp wirken, da es sich um abgestochene Teile der großen Mutterstaude handelt. Mit der Zeit berappeln sich die Pflanzen aber wieder und blühen auf."

Mineralische Mulchschicht als Unkrautschutz

Eine Besonderheit der Bepflanzung bildet die mineralische Mulchschicht zwischen den Pflanzen, bestehend aus Split.

Laut Stadt sorgt dieses Material dafür, dass weniger Unkraut wächst und der Boden weniger schnell austrocknet. Gleichzeitig betont die Verwaltung, dass es sich dabei nicht um eine klassische Schotterfläche handelt.

Herausforderungen und Grenzen der Umsetzung

Nicht jede Baumscheibe eignet sich gleichermaßen für die Umpflanzung. "Wenn Baumscheiben zu stark verwurzelt sind, können wir die Umpflanzung nur schlecht umsetzen," erklärt die Stadt. Diese Einschränkung macht eine fallweise Prüfung und Auswahl der Standorte notwendig.

Weiterführende Informationen & Presseservice

Bürgerinnen und Bürger, die sich über das Projekt oder weitere Aktionen informieren möchten, können sich direkt an die städtische Pressestelle wenden.

Das Projekt um die nachhaltige Bepflanzung am Steinhagen steht beispielhaft für ressourcenschonende Stadtentwicklung. Sollten die Ableger sich bewähren, ist mit weiteren grünen Farbtupfern in Hattingen zu rechnen.

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