Hattingen ehrt Engagement mit Heimatpreis 2025
Drei Projekte stärken den Zusammenhalt – Preisgelder für kreative Initiativen

Mit dem Heimatpreis 2025 ehrt die Stadt Hattingen erneut herausragende Projekte und engagierte Menschen, die das gesellschaftliche Miteinander stärken. Die diesjährigen Gewinner repräsentieren eine beeindruckende Bandbreite an kreativen Ideen, die das Leben in der Stadt bereichern und Menschen zusammenbringen.
Würdigung des Ehrenamts in Hattingen
Der Heimatpreis hat sich zu einer festen Institution entwickelt, die auf das vielfältige Engagement der Bürgerschaft aufmerksam macht. Jahr für Jahr rückt er Ehrenamtliche ins Rampenlicht, deren Einsatz für die Gemeinschaft häufig im Verborgenen bleibt. Insgesamt 17 Bewerbungen gingen für die diesjährige Auszeichnung ein, aus denen die Jury drei Projekte auswählte, die das Miteinander in Hattingen besonders fördern.
Bürgermeister Dirk Glaser überreichte die Trophäen persönlich an die Preisträger. „Vielfalt und Kreativität, die wir in den Bewerbungen sehen, beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue. Hinter jedem Projekt stehen Menschen, die mit Herzblut etwas für ihre Stadt bewegen. Der Heimatpreis macht dieses Engagement sichtbar und setzt ein starkes Zeichen der Anerkennung“, betont Bürgermeister Dirk Glaser, der auch als beratendes Mitglied in der Jury sitzt.
Die Siegerprojekte im Überblick
Platz 1: Das Glockenspiel im Johannisturm
Den ersten Platz belegt das Glockenspiel im Johannisturm. Seit fast einem Jahr erklingen täglich um 18:05 Uhr verschiedene Melodien über die Altstadt, organisiert und betreut von Initiator Andreas Brandhoff. Brandhoff ist regelmäßig vor Ort, bietet spontane Führungen an und veranstaltet am Wochenende Auftritte von Musikerinnen und Musikern. Mit dem Preisgeld von 2.500 Euro plant er, eine moderne Steuerungsanlage zu erwerben, um das Glockenspiel zukünftig auch aus der Ferne bedienen zu können. Über die Auszeichnung freut er sich besonders: „Mit der Steuerung kann ich meine Freizeit flexibler gestalten.“ Einen besonderen Dank richtet er an die vier ehrenamtlichen Musiker, die jedes Wochenende für musikalische Vielfalt sorgen und auch Musikwünsche erfüllen.
Platz 2: Das Wimmelbuch des Stadtmuseums
Der zweite Platz geht an das Stadtmuseum, das mit seinem geplanten „Wimmelbuch“ ein kreatives Projekt für die ganze Stadt initiiert. In zahlreichen detailreichen Zeichnungen werden Sehenswürdigkeiten und typische Aktivitäten dargestellt, sodass ein identitätsstiftendes Buch für Jung und Alt entsteht. Dank des Preisgelds in Höhe von 1.500 Euro rückt die Veröffentlichung näher. Walter Ollenik, der die Auszeichnung für den Förderverein entgegennahm, sagt: „Ich bin zuversichtlich, dass es im Frühjahr nächsten Jahres erscheint, auch wenn wir noch einige Spenden benötigen.“ Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass alle Illustrationen von Hand gezeichnet werden – ein Alleinstellungsmerkmal des geplanten Werks.
Platz 3: „ü spielt“ – Gesellschaftsspieltreff für alle Generationen
Platz drei ging an das Projekt „ü spielt“, beheimatet im Gemeindezentrum der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde. Hier treffen sich mehrmals im Jahr Menschen aller Generationen, um gemeinsam zu spielen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen – unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Hintergrund. Der Initiator Tobias Kiesewetter bringt seine private Sammlung von über 240 Gesellschaftsspielen ein. Das Angebot umfasst auch Kinderbetreuung und Verpflegung und erhält als Anerkennung ein Preisgeld von 1.000 Euro. Über den Gewinn zeigt sich Kiesewetter begeistert: „Ich freue mich riesig, dass das Projekt so viel Zuspruch findet. Es ist viel mehr als ein Spielenachmittag, fast wie eine Messe, bei der man Vieles ausprobieren kann. Außerdem ist die Veranstaltung nicht nur für Menschen aus der Südstadt. Alle sind willkommen.“
Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die ausgezeichneten Projekte repräsentieren das, was den Heimatpreis ausmacht: Engagement, Kreativität und das Streben nach einem lebendigen, solidarischen Miteinander. Von musikalischen Initiativen über kreative Buchprojekte bis hin zu generationenübergreifenden Spielfesten zeigen die Sieger, wie vielfältig und bereichernd ehrenamtliches Wirken sein kann.
Mit der Auswahl setzt die Stadt Hattingen auch in diesem Jahr ein deutliches Signal für die Bedeutung bürgerschaftlichen Einsatzes. Nicht zuletzt tragen die Preisträger dazu bei, das Bewusstsein für das Ehrenamt zu stärken und weitere Menschen zur aktiven Mitgestaltung des städtischen Lebens zu motivieren.
Ob als klingender Treffpunkt, bebilderte Stadtgeschichte oder generationsverbindende Spielemesse – die diesjährigen Gewinner des Heimatpreises 2025 stehen exemplarisch für kreative Projekte, die die Stadt lebendig machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
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