Hattingen: Zwei Kitas bekommen Fördergeld
Tippelstraße und Brucknerstraße profitieren von Bildungsprojekten zu Ernährung, Natur, Sicherheit und Selbstbewusstsein.

In Hattingen profitieren zwei städtische Einrichtungen von einer Förderung im Rahmen des Bildungsprojekts „von klein auf“ der GELSENWASSER-Stiftung gGmbH. Unterstützt werden kreative Vorhaben, die Schulen und Kindergärten nachhaltig stärken sollen. Die diesjährige Juryauswahl fiel auf zwei Projekte, die den Alltag der Kinder auf unterschiedliche Weise begleiten und Lernprozesse praxisnah anstoßen.
Die Förderung ist Teil eines Programms, das laut Mitteilung unter dem Leitgedanken steht, dass Bildung früh beginnt. Bis zum 9. Juli können noch neue Förderanträge eingereicht werden.
Projekt in der Kita Tippelstraße: Ernährung im Alltag begreifen
Mit dem Projekt „Mit Erde in den Mund!“ der städtischen Kita Tippelstraße in Niederbonsfeld sollen Kinder spielerisch erfahren, wo Essen herkommt und wie Nahrung entsteht. Im Mittelpunkt steht dabei ein ganzheitlicher Zugang: Die Kinder bereiten gemeinsam ein Hochbeet vor, säen Gemüse- und Kräuterarten ein und übernehmen regelmäßig Aufgaben wie Gießen und Pflegen.
Durch die tägliche Beobachtung des Wachstums lernen sie die Bedürfnisse der Pflanzen kennen. Gleichzeitig werden sie aktiv in Entscheidungen rund um das Projekt eingebunden. Die gemeinsame Ernte und das anschließende Zubereiten der Lebensmittel machen den Weg der Nahrung vom Samen bis auf den Teller unmittelbar erfahrbar. Nach Angaben der Mitteilung fördert das Projekt damit auch Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Für dieses Vorhaben erhält die städtische Kita eine Fördersumme von 1.675 Euro.
Präventionsprojekt in der Kita Brucknerstraße: Sicherheit und Selbstbewusstsein stärken
Auch die städtische Kita Brucknerstraße wurde berücksichtigt. Ihr Präventionsprojekt „Starke Kinder – Sicher und Selbstbewusst“ richtet sich an Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Über mehrere Wochen setzen sie sich spielerisch mit Themen wie Gefühlen, Körperbewusstsein, persönlichen Grenzen, Nein-Sagen und Hilfeholen auseinander.
Ziel des Projekts ist es, die Selbstwahrnehmung und Selbstsicherheit der Kinder zu stärken und einen altersgerechten Umgang mit dem Schutz des eigenen Körpers zu fördern. Umgesetzt wird das Vorhaben mit kindgerechten Methoden wie Gesprächskreisen, Rollenspielen, kreativen Angeboten und Bewegungsspielen. Dabei können die Kinder eigene Ideen einbringen und Materialien mitgestalten.
Den Abschluss bildet eine Präsentation beim Sommerfest, bei der die Kinder ihre Ergebnisse und Erfahrungen den Familien vorstellen. Für das Projekt erhält die städtische Kita eine Fördersumme von 2.120 Euro.
Umsetzung im Laufe des Jahres
Die beiden Projekte sollen im Laufe des Jahres umgesetzt werden. Damit verbunden ist der Anspruch, Kinder frühzeitig und alltagsnah zu fördern – einmal mit Blick auf Ernährung und Naturerfahrung, einmal mit Blick auf Persönlichkeit, Schutz und Selbstvertrauen.
Wie „von klein auf“ funktioniert
Förderberechtigt sind Einrichtungen des Elementarbereichs, darunter Kindergärten, Grundschulen und allgemeinbildende weiterführende Schulen bis zur Sekundarstufe I. Die Auswahl erfolgt aus insgesamt 77 Kommunen im Versorgungsgebiet des GELSENWASSER-Unternehmens in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Anträge können jederzeit und ausschließlich über die Webseite GELSENWASSER-Stiftung Förderanträge unter dem Stichpunkt „von klein auf“ einreichen
Zusammensetzung der Jury
Die diesjährige Jury setzte sich aus verschiedenen Perspektiven zusammen. Beteiligt waren:
Mit der Auswahl der Projekte setzt das Förderprogramm auf konkrete Vorhaben, die im Alltag von Kindern ansetzen und ihre Entwicklung auf unterschiedliche Weise begleiten.
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