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Krötenwanderung in der Ruhrregion beginnt

Straßensperrungen und Schutzzäune sichern Amphibien – Verkehrsteilnehmer sollen vorsichtig fahren

Von Hattingens Redaktion23.02.26, 15:56

In diesem Artikel

MM
Martin Maschka

Mit dem allmählichen Einsetzen milder Temperaturen kündigt sich in der Ruhrregion die jährlich wiederkehrende Krötenwanderung an. Für viele Amphibien beginnt damit ein gefährlicher Weg zu ihren Laichgewässern, der sie über Straßen, Wege und an zahlreiche Teiche führt. Die Folge: Hunderttausende dieser ohnehin bedrohten Tiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer.

Schutzmaßnahmen zur Rettung der Amphibien

Um die Population zu schützen, engagieren sich Naturschützer wie Martin Maschka gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern. Sie errichten Krötenzäune, stellen Warnhinweise auf und veranlassen gezielte Absperrungen besonders betroffener Straßenabschnitte. Dank dieses Einsatzes konnten in den vergangenen Jahren mehrere Tausend Amphibien gerettet werden.

Die Schutzmaßnahmen werden voraussichtlich bis April andauern, um so vielen Tieren wie möglich einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Die Stadt Hattingen appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmenden, in den betroffenen Gebieten besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren. Gerade in den Abend- und Nachtstunden sowie bei feuchtem Wetter ist mit einer erhöhten Aktivität der Tiere zu rechnen.

Temporäre Straßensperrungen im Überblick

Bereits ab Montag, 23. Februar 2026, sind folgende Straßenabschnitte vorübergehend und teilweise auch ganzjährig gesperrt:

  • Schulenbergstraße (an Sonn- und Feiertagen ganzjährig ganztags gesperrt)
  • Drenhausen
  • Von „Im Vogelsang“ bis Bergstraße (Vollsperrung)
  • Isenberger Weg (Sperrung ohne Zeitangabe)
  • Weitere von der Krötenwanderung betroffene und entsprechend beschilderte Straßen:

    • Am Kempel
    • Am Bahrenberg
    • Auf dem Felde
    • Buschstraße
    • Dunkerweg
    • Hackstückstraße
    • Am Hagen
    • Tippelstraße
    • Winzermarkstraße
    • Wasserstraße
    • Röhrkenweg
    • In der Aar
    • Im Reichstag
    • Fahrende werden gebeten, auf diese Straßensperrungen zu achten und alternative Routen zu wählen.

      Kurz erklärtLaichgewässer

      Laichgewässer sind Gewässer, in denen Amphibien wie Frösche und Kröten ihre Eier ablegen. Diese Orte sind essenziell für die Fortpflanzung und den Erhalt der Arten.

      Gemeinschaftlicher Naturschutz erfordert Rücksichtnahme

      Die Amphibienwanderung spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem der Region. Durch umsichtiges und angepasstes Fahrverhalten können alle Verkehrsteilnehmenden einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leisten. Die Stadt bittet daher um erhöhte Vorsicht und die Einhaltung der temporären Verkehrsregelungen.

      Martin Maschka

      Ansprechpartner für Amphibienschutzmaßnahmen

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