Sicherheitstraining für Grundschüler in Hattingen

Kinder lernen wichtige Verhaltensregeln im Nahverkehr – mit Übungen, Experten und Maskottchen

Sicherheitstraining für Grundschüler in Hattingen
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In Hattingen/Ruhr fand kürzlich ein außergewöhnliches Sicherheitstraining für Grundschulkinder statt. Ziel war es, die Jüngsten auf die Herausforderungen des Busfahrens vorzubereiten und ihnen wichtige Verhaltensregeln für den Alltag im öffentlichen Nahverkehr näherzubringen. Die Veranstaltung lockte die Erst- und Zweitklässler der Grundschule in Bredenscheid sowie zahlreiche Unterstützer auf den Parkplatz vor dem Industriemuseum – begleitet von einem besonderen Gast: dem Riesenbär Rheingoldi.

Sicherheit im Fokus – Praktisches Training mit Experten

Die Durchführung des Trainings lag in den Händen von Polizeibeamten Sascha Wimmers und Busunternehmer Axel Blankennagel, dem Inhaber des Busunternehmens Rheingold. Mit viel Engagement demonstrierten die Experten, worauf es beim Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt ankommt. Unterstützt wurden sie vom beliebten Maskottchen Rheingoldi, das für die Kinder zum aktiven Teilnehmer wurde.

Ein Highlight des Tages war die anschauliche Vorführung von Gefahrenquellen: So wurde zum Beispiel dargestellt, was passieren kann, wenn ein Fuß unter die Bustür gerät oder ein Fahrgast sich im Bus bei einer Vollbremsung nicht festhält oder anschnallt. Die Kinder beobachteten, wie es einem Gummistiefel beim Drängeln an der Haltestelle erging, und waren verblüfft über die drastischen Folgen. Besonders eindrücklich demonstrierte Riesenbär Rheingoldi, wie ein ungesicherter Passagier bei plötzlichem Bremsen vom hinteren durch den Bus geschleudert wird.

Prävention und Eigenverantwortung für Kinder

Axel Blankennagel betonte, wie wichtig das richtige Verhalten im Bus sei. Sein Rat an die Kinder war klar: "Schnallt euch an, Gurte sind vorhanden, oder haltet euch gut fest." Für den Unternehmer ist das Thema Sicherheit eine Herzensangelegenheit. Deshalb übernimmt er persönlich die Durchführung solcher Trainings.

Für die Kinder war die praxisnahe Vollbremsung ein echter Höhepunkt. Bei der Frage, wer daran teilnehmen möchte, streckten alle Kinder begeistert die Hände in die Höhe. Einige durften schließlich miterleben, wie es sich anfühlt, wenn der Bus bei Tempo zwanzig abrupt zum Stehen kommt – das Gefühl wurde von den Kindern mit "Wie Achterbahnfahren!" beschrieben.

Spielerisches Lernen als Schlüssel zum Erfolg

Polizeibeamter Sascha Wimmers ist den Schülerinnen und Schülern bereits aus anderen Zusammenhängen wie Kindergarten und Schule bekannt. Die Polizei begleitet die Kinder häufig bis hin zur Fahrradprüfung und setzt dabei auf einen engen Kontakt. Zum Auftakt des Trainings wurden die Teilnehmer daher lautstark begrüßt und begegneten dem Polizisten mit großer Herzlichkeit.

Im Fokus standen neben dem sicheren Sitzen im Bus auch das korrekte Verhalten an der Bushaltestelle und beim Aussteigen. "Wichtig ist, dass ihr beim Aussteigen nicht am Stück am Bordstein wartet", mahnte Wimmers, und ergänzte: "Außerdem dürft ihr auf keinen Fall direkt hinter dem Bus laufen, weil ihr dann nicht gesehen werdet." Diese Hinweise wurden gemeinsam mit den Kindern praktisch ausprobiert und anschaulich demonstriert.

Organisation und Ausblick

Die Schülertransporte zu den Grundschulen Holthausen, Bredenscheid und Niederwenigern werden in Hattingen organisiert und finanziert. Diese Strukturen gewährleisten, dass die Kinder zuverlässig und sicher zu ihren Schulen gelangen können.

Stefanie Moch vom Schulverwaltungsamt der Stadt zeigt sich mit dem Start des Sicherheitstrainings sehr zufrieden: "Das erste Sicherheitstraining wurde durchgeführt, und wir werden es auf jeden Fall wiederholen." Damit ist die Grundlage für weitere Projekte geschaffen, die langfristig zur Verkehrssicherheit der jungen Fahrgäste beitragen.

Mit ihrem Engagement und dem anschaulichen Training leisten Polizei, Busunternehmen und Verwaltung gemeinsam einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit im Alltag der Kinder. Die positive Resonanz bei den Schülern zeigt, dass praxisorientierte Prävention nicht nur notwendig, sondern auch spannend und lehrreich sein kann.

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