„Am Anfang war es Liebe.“ – Ausstellung gegen häusliche Gewalt
Im Kreis Höxter sensibilisiert eine Wanderausstellung für Warnsignale und bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige

Im Foyer der Volkshochschule Höxter wurde die Wanderausstellung "Am Anfang war es Liebe." eröffnet. Die Ausstellung widmet sich einem gesellschaftlich kaum sichtbaren, aber weit verbreiteten Problem: allen Formen häuslicher Gewalt. Als Informations- und Präventionsangebot richtet sie sich an Betroffene, Angehörige und die breite Öffentlichkeit im Kreisgebiet Höxter.
Fokus auf Aufklärung und Unterstützung
Mit der Ausstellung verfolgt das organisierende Frauennetzwerk das Ziel, Tabus zu brechen und Angebote zur Unterstützung sichtbar zu machen. Grundlage bildet eine seit Jahren etablierte Broschüre, die bereits vielen Betroffenen Orientierung bot. Die Eröffnung wurde durch die Sprecherin des Netzwerks begleitet, gemeinsam mit Mario Hildebrandt und zahlreichen Gästen.
In den Ansprachen zur Eröffnung wurde betont, dass häusliche Gewalt kein Randthema ist. Die erschreckenden Fallzahlen im Jahr 2024 – 395 registrierte Fälle häuslicher und 203 Fälle sexualisierter Gewalt – unterstreichen die Aktualität. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass die Dunkelziffer erheblich höher liegt.
Mut machen und Wege aufzeigen
Daniel, einer der Redner, betonte in seinem Beitrag, dass häusliche Gewalt kein fernes Problem ist, sondern direkt in der eigenen Nachbarschaft geschieht. Die Ausstellung will dazu beitragen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, Betroffene zu ermutigen, Hilfe zu suchen, sowie Angehörige und das Umfeld zu sensibilisieren. Ziel ist es, Mut zu machen, Wege aus gewaltvollen Beziehungen zu finden und zu zeigen: „Du bist nicht allein. Hilfe ist da.“
Dank wurde vor allem den Beratungsstellen, dem Frauennetzwerk und den ehrenamtlichen Fachkräften ausgesprochen, die das Projekt möglich machen. Damit ist die Ausstellung ein wesentlicher Bestandteil des regionalen Engagements rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November.
Aktionen und Mitwirkung am 25. November
Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen findet in der Höxteraner Innenstadt gemeinsam mit dem Zonta Club und weiteren Netzwerkpartnern eine öffentliche Aktion statt. Die Organisatorinnen rufen zur Beteiligung auf. „Je mehr Menschen Stellung beziehen, desto klarer wird unser gemeinsames Signal: Gewalt hat keinen Platz in unserer Gesellschaft“, so die Veranstalter.
Wanderausstellung für das gesamte Kreisgebiet
Die Ausstellung bleibt bis zum 28. des Monats im Foyer der Volkshochschule Höxter und wird danach an verschiedenen Orten im Kreisgebiet Höxter gezeigt. Institutionen, Verbände und Unternehmen können sie kostenfrei über den Arbeitskreis buchen. Die Initiatorinnen hoffen auf eine breite Beteiligung, damit das wichtige Thema weiter ins öffentliche Bewusstsein gelangt.
Kontaktdaten für Rückfragen
Mit diesem Angebot schafft das Netzwerk einen geschützten und informativen Raum, um gemeinsam gegen häusliche Gewalt vorzugehen und den Betroffenen Hoffnung zu geben.
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