Workshop zur Schulwegsicherheit: Vorschläge für bessere Bedingungen rund um die Dinslakener Schulen

Arbeitskreise mit Schulen, Elternvertretungen, Polizei und Anwohnerschaft sowie Pläne für Kampagne und Schwerpunktkontrollen zum Schulstart

Die Stadtverwaltung hat sich in einem Workshop mit dem hohen Verkehrsaufkommen rund um die Dinslakener Schulen befasst und Vorschläge zur Verbesserung der Schulwegsicherheit erarbeitet. Bürgermeister Simon Panke hatte dafür die drei Beigeordneten sowie Fachleute aus den Bereichen Ordnung, Bau, Verkehrsplanung und Schule zusammengebracht.

Auslöser waren nach Angaben der Stadt eine Petition von Dinslakener Eltern für mehr Sicherheit auf Schulwegen sowie wiederholte Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, die im Umfeld von Schulen wohnen. Beide Gruppen sehen die zahlreichen „Eltern-Taxis“ als wesentliche Ursache von Gefährdungen im Morgen- und Mittagsbereich.

Maßnahmenpaket soll individuell auf Schulen zugeschnitten werden

Einigkeit bestand den Angaben zufolge darüber, dass die Stadtverwaltung mit einem Bündel von Maßnahmen auf die starke Zunahme des Hol- und Bringverkehrs reagieren müsse. Diskutiert wurden sowohl verkehrsrechtliche Schritte, etwa die Einrichtung von Schul- oder Einbahnstraßen sowie zusätzliche Zebrastreifen, als auch bauliche Veränderungen wie Fahrbahnverengungen oder Schwellen.

Anhand mehrerer Beispiele wurde deutlich, dass es keine pauschale Lösung für alle Schulen geben werde. Deshalb will die Verwaltung beginnend mit den Grundschulen jeweils eigene Arbeitskreise zur Verkehrssicherheit einrichten. Beteiligt werden sollen Schulen, Elternvertretungen, Polizei sowie Vertreterinnen und Vertreter der Anwohnerschaft. Auch die Organisatorinnen der Schulweg-Petition sollen ihre Perspektive einbringen. Ziel ist es, für jede Schule ein eigenes Konzept zur Verbesserung der örtlichen Situation zu entwickeln.

Zudem will die Verwaltung die Idee ehrenamtlicher Lotsinnen und Lotsen weiterverfolgen. In einem ersten Schritt soll mit den Schulleitungen ein gemeinsames Konzept entwickelt und bei der öffentlichen Bewerbung unterstützt werden.

Kontrollen und Kampagne zum Schulstart

Um weiter für das Thema zu sensibilisieren, plant die Stadt außerdem eine öffentliche Kampagne. Dabei sollen die sozialen Medien eine besondere Rolle bei der Ansprache von Eltern mit Kindern im Grundschulalter spielen.

Mit Beginn des Schuljahres will die Stadt zudem verstärkt mit unangekündigten Schwerpunktkontrollen arbeiten. Nach Einschätzung der Verwaltung würden bestehende Regelungen wie temporäre oder absolute Halteverbote im Schulumfeld durch „Eltern-Taxis“ häufig ignoriert. Die Ordnungsbehörde soll deshalb bei der Verteilung der personellen Ressourcen die Hol- und Bringzeiten an Schulen stärker berücksichtigen. Dabei soll es nicht bei mündlichen Verwarnungen bleiben; Verstöße sollen konsequent mit Bußgeldern geahndet werden.

Bürgermeister Simon Panke will zum Schulstart ebenfalls an einer morgendlichen Kontrolle teilnehmen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und die Bedeutung des Themas innerhalb der Verwaltung zu unterstreichen.

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