500 Euro für Bildung in Indonesien

Gesamtschule Wulfen unterstützt benachteiligte Kinder auf Java mit Spendenaktion und kulturellem Austausch

Von Neues aus Dorsten

Die Gesamtschule Wulfen hat mit einer engagierten Spendenaktion erneut ihre internationale Verbundenheit und ihren Gemeinschaftsgeist unter Beweis gestellt. 500 Euro gingen an die indonesische Bildungsstiftung „Sekolah Cahaya“ in Jember auf Java. Ein Zeichen, das angesichts der dortigen Lebensverhältnisse erhebliche Wirkung entfaltet und benachteiligten Kindern sowie Jugendlichen zugutekommt.

Aktionen und Engagement im Schulalltag

Über mehrere Wochen hinweg wurde an der Gesamtschule Wulfen nicht nur der reguläre Schulalltag belebt, sondern auch gezielt für den guten Zweck gesammelt. Die Fachschaft Sport initiierte tägliche Bewegungsimpulse, gemeinsames Musizieren und digitale Kalender sorgten für Abwechslung und Zusammenhalt. Besondere Aufmerksamkeit galt der täglichen Verlosung durch die Schülervertretung (SV): Hier waren Preise wie ein exklusives Spielen am Klettergerüst oder musikalische Aktionen zu gewinnen, was die Schüler zusätzlich motivierte. Der Erlös aus diesen Losverkäufen war von Beginn an für die Spende nach Indonesien vorgesehen.

Von Wulfen nach Java: Die Verbindung zur „Sekolah Cahaya“

Die Organisation und Begleitung der Spendenaktion übernahmen die SV-Lehrerinnen Shahsad Saadat und Annika Hermes. Der direkte Kontakt zur „Sekolah Cahaya“ kam durch den Schulseelsorger und Musiklehrer zustande, der in der Region Jember bereits selbst als Lehrkraft tätig war. Die Stiftung hinter dem indonesischen Campus ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen eine durchgängige Schullaufbahn vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Aufgrund steigender Temperaturen in der Region startet der Unterricht in Jember bereits früh am Morgen.

Stimmen aus der Schulgemeinschaft

Schulleiter Hermann Twittenhoff würdigte das Engagement der Schüler ausdrücklich:

„Diese Spendenaktion zeigt, wie lebendig und verantwortungsbewusst unsere Schulgemeinschaft ist. Die letzten Wochen wurden sinnvoll genutzt und Schüler haben erlebt, dass ihr Engagement ganz konkret etwas bewirken kann.“

Auch Benjamin Pfordt unterstrich die besondere Beziehung zu Indonesien:

„Ich durfte die ‚Sekolah Cahaya‘ im August 2025 erneut besuchen und bei über 30 Grad spontan eine Englischstunde geben. Von diesen Erlebnissen habe ich der SV berichtet. Daraus ist die Idee entstanden, diesen Campus gezielt zu unterstützen. Dass jetzt 500 Euro zusammengekommen sind, ist für die Schule vor Ort eine enorme Hilfe.“

Solidarität digital erlebbar

Die Übergabe der Spende erfolgte auf persönliche Weise: Schulsprecher Jeevan Badura und Benjamin Pfordt teilten die positive Nachricht per Videoanruf mit der Schulleitung in Indonesien. Besonders Ibu Yuli, die Leiterin des Kindergartens auf dem Campus, zeigte großes Interesse und ließ sich virtuell durch die Räume der Gesamtschule Wulfen führen. Im Rahmen dieses digitalen Treffens fand auch ein Gespräch mit Susanne Öngören, der didaktischen Leiterin, statt.

Kulinarischer Abschluss und gelebte Verbindung

Zum Abschluss brachte Benjamin Pfordt eine landestypische Spezialität von Java mit: Die Schüler konnten „Kue Lumpur“, einen traditionellen Kuchen aus Kokosmilch und Kartoffeln, probieren. Dieser süße Moment rundete die gelebte Solidarität auf kulinarische Weise ab und unterstrich, wie kleine Alltagsaktionen internationale Brücken schlagen können.

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