Brücken bauen: Dorsten und Hod Hasharon im Schüleraustausch

15 israelische Schülerinnen erleben kulturelle Begegnungen und Dialog trotz Herausforderungen – nächste Runde 2026 geplant

Von Neues aus Dorsten
Brücken bauen: Dorsten und Hod Hasharon im Schüleraustausch
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Der kürzlich durchgeführte Schüleraustausch zwischen Dorsten und der israelischen Partnerstadt Hod Hasharon hat bei Jugendlichen und Lehrkräften beider Städte nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Vom 17. bis 24. Mai 2025 verbrachten 15 ausgewählte Schülerinnen und ihre Begleitpersonen eine bewegende Woche voller Austausch, kultureller Begegnungen und gemeinsamer Aktivitäten in Dorsten.

Eine bewegende Jugendbegegnung trotz Herausforderungen

Bereits die Anreise stellte die Gruppe vor Herausforderungen: Flugausfälle machten eine kurzfristige Umbuchung der Flüge über Zypern nötig und die Ankunft in Düsseldorf verzögerte sich bis zum Abend. Die erste Nacht in Deutschland verbrachten die Teilnehmerinnen daher in einem Hotel, bevor sie am nächsten Tag herzlich empfangen wurden.

Trotz dieser Startschwierigkeiten zeigte sich bereits beim Empfang durch Schulleiterin Elisabeth Schulte-Huxel und das Organisationsteam der Gymnasien Petrinum und Ursulinenschule die große Offenheit und Vorfreude auf die Begegnung. Einige Jugendliche kannten sich bereits über digitale Kanäle und freuten sich, ihre Bekanntschaften in die reale Welt zu übertragen. Die Unterbringung in Gastfamilien stärkte die interkulturellen Kontakte weiter.

Ein vielseitiges Wochenprogramm für mehr Verständnis

Das Programm der Austauschwoche bot zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Begegnungen, gemeinsames Lernen und intensiven Austausch:

  • Stadtführung in Dorsten mit Gruppenfoto vor dem Rathaus als Zeichen der Verbundenheit.
  • Emotionale Auseinandersetzung mit den Folgen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 in einem geschützten Rahmen.
  • Gemeinsames Kochen, Singen und Tanzen bei einem israelischen Buffet, zu dem auch die Gasteltern eingeladen waren.
  • Gespräch mit Autor Ron Segal sowie ein Besuch des Gasometers in Oberhausen und Freizeit im Centro.
  • Workshop im Jüdischen Museum begleitet von Dr. Nikolaj Beier (Staatskanzlei NRW), sowie Kanutour auf der Lippe in gemischten Teams.
  • Besuch des CreativQuartiers Fürst Leopold, Eisessen und schließlich eine Abschiedsfeier mit Filmvorführung der deutschen Schülerinnen über die Woche.
  • Teilnahme am Sabbatgottesdienst in der Synagoge Recklinghausen als würdevoller Abschluss.
  • Emotionale Abschiede und der Blick in die Zukunft

    Am Abreisetag fiel Abschied nehmen schwer, doch Umarmungen, gemeinsame Erinnerungen und das Versprechen, den Kontakt zu halten, standen im Mittelpunkt. Der Wunsch, die Beziehungen weiter zu vertiefen, war bei allen spürbar. Ein erneuter Austausch im Jahr 2026 wird bereits ins Auge gefasst, wobei die Sicherheitslage in Israel entscheidend sein wird.

    Stimmen zum Austausch und gesellschaftliche Bedeutung

    Bürgermeister Tobias Stockhoff würdigte das Engagement mit den Worten: „Dieser Austausch ist weit mehr als ein bloßes Besuchsprogramm – er ist ein lebendiges Zeichen unserer Städtefreundschaft, gerade in schwierigen Zeiten. Es berührt mich, mit welchem Mut, welcher Offenheit und Wärme junge Menschen einander begegnen. Solche Erfahrungen schaffen Verständnis, Vertrauen und echte Freundschaften – sie sind das Fundament für eine friedliche Zukunft.“

    Die Förderung durch CONACT – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ermöglichte die Organisation und Durchführung dieses besonderen Austauschs, der als prägendes Erlebnis in Erinnerung bleiben wird.

    Hintergrund zur Städtepartnerschaft

    Die Partnerschaft zwischen Dorsten und Hod Hasharon besteht seit 1993. Hod Hasharon, etwa 22 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv gelegen, bedeutet übersetzt „Ruhm der Region“. Die Stadt wurde 1964 aus vier Pioniersiedlungen gegründet und 1990 neu geordnet. Heute leben dort mehr als 60.000 Menschen.

    Die Stadt Dorsten dankt allen Beteiligten, insbesondere den Gastfamilien, den beiden Gymnasien und dem Organisationsteam für ihr Engagement und ihre Gastfreundschaft. Sie hoffen, dass dieser Austausch ein Vorbild für zukünftige Begegnungen bleibt.

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