Dorsten bei Gedenkveranstaltungen in Riga vertreten

Achim Schrecklein nahm 2024 an Besuchen in Bikernieki und Rumbula teil – die Mitgliedschaft im Deutschen Riga-Komitee verpflichtet zur Erinnerungskultur.

Von Neues aus Dorsten
Dorsten bei Gedenkveranstaltungen in Riga vertreten
Gedenkstein mit der Aufschrift Dorsten in der Gedenkstätte Bikernieki© Stadt Dorsten

Die Stadt Dorsten ist seit 2021 Mitglied im Deutschen Riga-Komitee. Bei der diesjährigen Gedenkreise nach Riga wurde sie durch den ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister und langjährigen Ratsherrn Achim Schrecklein vertreten.

Gedenken in Bikernieki und Rumbula

Während des mehrtägigen Aufenthalts nahm Schrecklein gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Mitgliedsstädte des Riga-Komitees an verschiedenen Gedenkveranstaltungen teil. Zum Programm gehörten unter anderem das stille Gedenken an den Erinnerungsorten in Bikernieki und Rumbula sowie Gespräche über die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur in Europa.

Ein besonderer Moment der Reise war nach Angaben der Stadt der Besuch der Gedenkstätte im Wald von Bikernieki. Dort erinnert inzwischen auch ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Dorsten“ an die deportierten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Der Stein wurde mit zeitlicher Verzögerung auf der Anlage installiert und macht die Verbundenheit Dorstens mit dem internationalen Erinnerungsort nun sichtbar.

„Die Reise nach Riga macht deutlich, dass Erinnerung nicht abstrakt ist. Wer die Orte besucht, an denen so viele Menschen entrechtet, deportiert und ermordet wurden, versteht noch einmal auf ganz andere Weise, warum wir Verantwortung für unsere Geschichte tragen. Der neue Gedenkstein mit der Aufschrift Dorsten ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diese Verantwortung gemeinsam wahrnehmen“, sagt Achim Schrecklein.

Mitgliedschaft als Verpflichtung

Mit dem Beitritt zum Deutschen Riga-Komitee hat sich die Stadt Dorsten verpflichtet, die Erinnerung an die mehr als 25.000 Jüdinnen und Juden wachzuhalten, die 1941 und 1942 nach Riga deportiert wurden und dort überwiegend im Wald von Bikernieki ermordet wurden. Aus Dorsten wurden 20 jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Riga deportiert. Zwei von ihnen überlebten.

Der Rat der Stadt Dorsten hatte den Beitritt zum Riga-Komitee im Jahr 2021 auf Antrag der SPD einstimmig beschlossen. Seitdem unterstützt die Stadt gemeinsam mit der Bürgerschaft die Pflege der Gräber- und Gedenkstätte in Bikernieki sowie die Erinnerungsarbeit des internationalen Städtebündnisses.

Dank des Bürgermeisters

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte Achim Schrecklein für dessen Teilnahme an der Reise. „Unsere Mitgliedschaft im Riga-Komitee ist weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein klares Bekenntnis dazu, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten. Ich freue mich, dass Achim Schrecklein Dorsten in Riga vertreten und die Verbundenheit unserer Stadt mit diesem wichtigen Erinnerungsort sichtbar gemacht hat. Ich danke ihm auch sehr herzlich für sein herausragendes persönliches Engagement in dieser Sache“, sagte Stockhoff.

Weitere Bilder

Dorsten bei Gedenkveranstaltungen in Riga vertreten
Achim Schrecklein bei der Gedenkreise des Deutschen Riga-Komitees© Stadt Dorsten

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