Dorsten rüstet sich für Stromausfälle
Krisenstab, Evakuierungspläne und Infopunkte sorgen für schnelle Hilfe und Sicherheit

Die Versorgungssicherheit in Dorsten steht nach jüngsten Störungen bei einem anderen Netzbetreiber erneut im öffentlichen Interesse. Die kommunalen Verantwortlichen sehen die Stadt im bundesweiten Vergleich jedoch gut vorbereitet auf mögliche Krisensituationen. Im Fokus stehen dabei umfassende Strategien für den Fall eines Strom- oder Netzausfalls, die eine schnelle und koordinierte Reaktion gewährleisten sollen.
Krisenstab und Vorsorgekonzepte in Dorsten
Ein Netzausfall aufgrund krimineller Einwirkungen hat deutschlandweit für Verunsicherung gesorgt. In Dorsten wurden umgehend Maßnahmen zur Risikobewertung und -prävention ergriffen. Der Verwaltungsvorstand hat in einer Video-Konferenz mit Experten des Netzbetreibers die aktuelle Lage erörtert. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Betrieb des Stromnetzes mit zahlreichen Redundanzen und abgestuften Sicherheitskonzepten auf einem hohen Niveau abgesichert ist.
Zur weiteren Absicherung sind Notfallstäbe und detaillierte Netzwiederaufbaupläne mit Übertragungsnetzbetreibern ausgearbeitet worden. Im Ereignisfall stehen Vertreter aller relevanten Fachabteilungen, unterstützt von externen Experten wie Westnetz, Lippeverband, Polizei und RWW, bereit, um gemeinsam die Lage zu bewerten. Die schnelle Handlungsfähigkeit wird durch kurze Entscheidungswege im Krisenstab der Hauptfeuerwache sichergestellt.
Versorgungs- und Informationspunkte für Bürgerinnen und Bürger
Für den Fall eines Ausfalls der Strom- oder Telefonnetze hat die Stadt Dorsten weitere Notfallmechanismen etabliert. In allen Stadtteilen werden Infopunkte eingerichtet, an denen Notrufe abgesetzt und aktuelle Informationen bezogen werden können. Ersatzkommunikation ist über Satellitentelefone gesichert. Außerdem verfügen alle Feuerwehrgerätehäuser über eine Notstromversorgung, um als stabile Anlaufstellen zu dienen.
Spezielle Pläne für sensible Einrichtungen
Pflege- und Seniorenheime sind mit eigenen Evakuierungsplänen ausgestattet, die den Schutz besonders gefährdeter Gruppen sicherstellen. Die Stadt Dorsten unterstützt bei der Organisation von Transport und Notunterkünften, wie es auch bei vergangenen Bombenentschärfungen erfolgreich praktiziert wurde.
Wichtige Hinweise zur Eigenvorsorge
Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, bei einer Notlage eigenständig vorbereitet zu sein. Informationen dazu wurden bereits im aktualisierten Notfallplan an alle Haushalte verteilt. Die wichtigsten Punkte der Basisvorsorge umfassen:
Krisenmanagement und Prävention
Tobias Stockhoff hebt hervor: „In einer Notsituation sind alle Bürgerinnen und Bürger gefordert. Es ist entscheidend, dass wir uns im ersten Moment selbst helfen können. Eine gute Vorbereitung verschafft Helferinnen und Helfern im Ernstfall die nötige Zeit, eine Krise zu bewältigen und sich zunächst um die dringendsten Fälle zu kümmern.“
Auch wenn ein Anschlag mit hoher krimineller Energie grundsätzlich möglich bleibt, sieht sich Dorsten mit seinem Krisenmanagement gut aufgestellt. Der Sicherheits- und Einsatzstab (SAE) bzw. Krisenstab wird mindestens einmal jährlich in realitätsnahen Übungen getestet.
Weiterführende Informationen
Interessierte können ergänzende Informationen sowie einen Flyer zur Notfallvorsorge abrufen.
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