Dorsten schützt seine Schätze

Neue Notfallboxen sichern historische Dokumente bei Hochwasser und Brand

Von Neues aus Dorsten
Dorsten schützt seine Schätze
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Das Stadtarchiv Dorsten schützt künftig seine historischen Dokumente und Akten noch effektiver: Dank gezielter Förderung konnte eine neue Ausstattung angeschafft werden, die im Notfall schnelle Hilfe gewährleistet. Im Zentrum stehen sogenannte Notfallboxen, die gezielt für den Katastrophenschutz von Archiven und Bibliotheken konzipiert wurden.

Förderung für mehr Resilienz kleiner Kultureinrichtungen

Ende des vergangenen Jahres nutzte das Stadtarchiv die Möglichkeit, Mittel aus dem Fördertopf der Notfallallianz Kultur zu beantragen. Insgesamt waren 135.000 Euro verfügbar – bereitgestellt von der Kulturstiftung der Länder sowie Ministerien aus Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ziel des Fonds ist es vor allem, kleineren Kultureinrichtungen zu nachhaltigem Risikomanagement und erhöhter Widerstandsfähigkeit zu verhelfen.

Risiken für das Kulturgut: Vom Wasser bis zum Vandalismus

Kulturelle Bestände sind vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt. Dazu zählen nicht nur Naturereignisse wie Hochwasser, Erdbeben und Extremwetter, sondern ebenso technische Defekte, Brände, Vandalismus und sogar bewaffnete Konflikte. Um das Dorstener Archivgut zu schützen, ist mit den Notfallboxen ein wichtiger Schritt vollzogen worden.

Was ist in einer Notfallbox?

  • Rollbretter für den schnellen Transport beschädigter Objekte
  • Folien und Planen zum Abdecken und Einwickeln
  • Beutel zur Erstversorgung von Dokumenten
  • Schwämme, Eimer und Tücher für Reinigungsarbeiten
  • Werkzeug für notwendige Sofortmaßnahmen
  • LED-Scheinwerfer und Taschenlampen für bessere Sicht
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Schreibmaterial für die Dokumentation des Schadens
  • Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist die integrierte Abrollstation: Mit ihr können durchnässte Dokumente direkt in Stretchfolie verpackt und anschließend eingefroren werden. Dieses Verfahren begrenzt Folgeschäden und erhält die Restaurierbarkeit der Archivalien.

    Reaktionsfähigkeit im Ernstfall

    Die neuen Notfallboxen erleichtern das sofortige Handeln, sollte beispielsweise nach einem Hochwasser oder Brand Dokumente beschädigt worden sein. Die Finanzierungskosten in Höhe von etwa 3.000 Euro wurden vollständig aus dem Aktionsfonds abgedeckt.

    Stimmen aus dem Archiv

    Martin Öcher, Leiter des Stadtarchivs, betont:

    Es ist wichtig, auf mögliche Notfälle vorbereitet zu sein. Natürlich hoffen wir, dass nie ein Schadensfall im Archiv eintritt. Sollte es aber doch passieren, sind wir mit der Notfallbox bestens ausgestattet und können sofort reagieren, um die Archivalien zu sichern.

    Mit der Investition in präventiven Schutz und strukturierte Notfallvorsorge gewinnt das Stadtarchiv Dorsten nachhaltige Sicherheit für seine Kulturbestände. Die Notfallboxen sind ein Beispiel dafür, wie gezielte Förderung die kulturelle Infrastruktur auf lokaler Ebene stärken kann.

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