Dorstener Kinder gestalten ihre Stadt mit
Erste Kinderkonferenz entwickelt Kinderstadtplan und macht Stadtentwicklung kinderfreundlicher

Am 21. November 2025 setzte die Stadt Dorsten ein deutliches Zeichen für moderne Bürgerbeteiligung: Mit der 1. Dorstener Kinderkonferenz wurde ein innovatives Format ins Leben gerufen, das die jüngsten Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in die Stadtentwicklung einbezieht. Im Treffpunkt Altstadt kamen über 50 ausgewählte Kinder aus allen elf Stadtteilen zusammen, um gemeinsam den Grundstein für einen Kinderstadtplan zu legen.
Auftakt für Beteiligung: Die 1. Dorstener Kinderkonferenz
Ziel des neuen Kinderstadtplans ist es, die Stadt aus der Perspektive der Kinder abzubilden und ihnen dabei Orientierung sowie Sichtbarkeit ihrer Lieblingsplätze, Treffpunkte und Spielorte zu bieten. Gleichzeitig werden auf diese Weise kinderfreundliche Stellen in allen Stadtteilen hervorgehoben. Organisiert vom Amt für Familie und Jugend, markierte die feierliche Eröffnung gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Stockhoff, den ehemaligen Bürgermeistern Mia Henkel und Elyas Tiemann sowie dem Kinderbürgermeister Vincent Becker den offiziellen Startschuss. Symbolisch wurde das rote Band durchschnitten – ein deutliches Zeichen für den Beginn einer neuen Kultur der Mitbestimmung.
Engagement und Begeisterung als Schlüssel
Tobias Stockhoff zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement der Kinder sowie aller beteiligten Akteure. Die Vielfalt der eingebrachten Ideen und der Enthusiasmus der Kinder spiegelte sich in der Arbeitsweise der Veranstaltung wider. Nach der Einführung erklärte Tim Skowronek das weitere Vorgehen: Die Kinder arbeiteten in Arbeitsgruppen, die sich jeweils auf ihren eigenen Stadtteil konzentrierten. Moderation und kindgerechte Materialien unterstützten sie dabei, markante Orte zu identifizieren und diese übersichtlich mit Farbkategorien zu kennzeichnen.
Kreative Methoden und gemeinsames Erlebnis
Um den Austausch zu fördern, wurde eine imaginäre „Busfahrt“ durch den Saal veranstaltet, die für eine fröhliche und kreative Atmosphäre sorgte. Ein unerwartetes Highlight war die spontane Zaubershow des Dorsteners Matthias Rauch: Da der geplante Moderator krankheitsbedingt ausfiel, sprang Rauch ein und begeisterte das Publikum – sehr zur Freude der teilnehmenden Kinder und deren Familien.
Für die Eltern stand parallel ein separater Raum mit Kaffee bereit, der Zeit für Austausch oder konzentrierte Arbeit ermöglichte.
Vom Ergebnis zum dauerhaften Format
Die Ergebnisse der Kinderkonferenz fließen nun in den zukünftigen Kinderstadtplan ein. Dieser wird nicht nur in kindgerechter Weise gedruckt und an allen Grundschulen verteilt, sondern auch online über das Familienbüro, das Bürgerbüro und die städtische Homepage verfügbar gemacht. Zusätzlich ist eine Online-Beteiligung geplant, damit auch Kinder, die nicht vor Ort sein konnten, ihre Anmerkungen und Ideen einbringen können.
Die Kinderkonferenz ist als dauerhaftes Format angelegt: Künftig soll sie mindestens einmal jährlich stattfinden, jedes Mal unter einem neuen, von den Kindern bestimmten Thema. Das nächste steht bereits fest – es wird sich rund um „Verkehrssicherheit“ drehen.
Bedeutung für die Stadtentwicklung
Eden Ähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendförderung, unterstreicht: „Die erste Kinderkonferenz ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Sie zeigt, wie wertvoll die Perspektive von Kindern für die Stadtentwicklung ist. Mit der KiKo schaffen wir ein zukunftsfähiges Format, das Kinderbeteiligung nachhaltig stärkt und Dorsten zu einer noch kinderfreundlicheren Stadt macht.“
Mit dem Start der 1. Dorstener Kinderkonferenz rückt die Stadt einen Schritt näher an die nachhaltige Einbindung junger Menschen in die Gestaltung ihrer Umgebung. Die kommenden Konferenzen versprechen, diese positive Entwicklung weiterzuführen und Dorsten für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen lebenswert zu gestalten.
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