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Gedenkwoche an der Gesamtschule Wulfen

Schülerinnen und Schüler reflektieren Freiheit, Unfreiheit und Diskriminierung zum Holocaust-Gedenktag

Von Neues aus Dorsten31.01.26, 18:20

In diesem Artikel

HT
Hermann Twittenhoff

Die Gesamtschule Wulfen widmet sich rund um den Holocaust-Gedenktag vom 26. bis 30. Januar erneut einer umfassenden Gedenkwoche. Ziel der von der Demokratie-Arbeitsgemeinschaft initiierten Aktionsreihe ist es, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und den Fokus zugleich auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu richten.

Schwerpunktthema: Freiheit und Unfreiheit

Unter dem Leitmotiv „Freiheit und Unfreiheit“ werden in diesem Jahr sowohl die historischen Dimensionen als auch gegenwärtige Perspektiven des Themas aufgegriffen. Im Rahmen der Gedenkwoche befassen sich Schülerinnen und Schüler in der Schulstraße mit den Erfahrungen Dorstener Juden während der Zeit des Holocaust sowie mit dem Alltag und den systematischen Formen von Entrechtung und Gewalt in Konzentrationslagern.

Historische Reflexionen und aktuelle Bezüge

Ein zentrales Element bildet die Ausstellung der Jahrgangsstufe Q2 mit dem Titel „Heutige Freiheit – damalige Unfreiheit“. Diese wird ergänzt durch eine Dokumentation zur Exkursion der Q2 ins Konzentrationslager Buchenwald, die eindrücklich die Bedeutung der persönlichen Auseinandersetzung mit den historischen Orten hervorhebt.

Gleichzeitig ist in der „Bibi am See“ die #echt-Ausstellung zu sehen. Diese thematisiert heutige Alltagsdiskriminierung und verdeutlicht Parallelen zwischen historischen und aktuellen Ausgrenzungsmechanismen.

Kurz erklärtHolocaust

Der Holocaust bezeichnet die systematische Verfolgung und Ermordung von etwa sechs Millionen europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland zwischen 1941 und 1945.

Kurz erklärtDiskriminierung

Diskriminierung ist eine Benachteiligung, Herabwürdigung oder Ausgrenzung von Menschen aufgrund bestimmter Merkmale wie Herkunft, Religion, Geschlecht oder weiteren Eigenschaften.

Bedeutung der Gedenkwoche für die Schulgemeinschaft

Schulleiter Hermann Twittenhoff hebt hervor:

„Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Verantwortung als Schule. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte nicht selbstverständlich sind, ist es wichtig, jungen Menschen deutlich zu machen, wohin Unfreiheit, Ausgrenzung und Menschenverachtung führen können.“

Auch die Organisatoren Anja Acero und Fabian Unger, beide Lehrer an der GSW, unterstreichen den pädagogischen Auftrag der Gedenkwoche. Anja Acero betont, dass es nicht nur um das Erinnern an die Vergangenheit gehe, sondern darum, den Schülerinnen und Schülern einen Bezug zur Gegenwart zu ermöglichen. Fabian Unger ergänzt: Das Motto „Freiheit und Unfreiheit“ regen zur Wertschätzung der eigenen Freiheiten an und sensibilisiere für Diskriminierung und Unrecht in der heutigen Gesellschaft.

Gesellschaftliche Relevanz und Schülerbeteiligung

Die vielseitigen Aktionen der Gedenkwoche bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, historische Geschehnisse eigenständig aufzuarbeiten und in den Kontext aktueller Herausforderungen zu stellen. Die Einbindung aktueller Fragen der Freiheit und Ausgrenzung zeigt, wie wichtig und präsent das Thema auch heute noch ist.

Durch die konsequente Verbindung von Erinnerung und Reflexion gelingt es der Gesamtschule Wulfen, sowohl die Verantwortung der Vergangenheit als auch den Bildungsauftrag für die Gegenwart und Zukunft sichtbar zu machen.

Die Gedenkwoche setzt ein Zeichen für gelebte Demokratie und Toleranz im schulischen Alltag und verdeutlicht, welche Bedeutung die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte – und deren Auswirkungen auf die Gegenwart – für junge Menschen hat.

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Gedenkwoche an der Gesamtschule Wulfen
Foto: Neues aus Dorsten

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