Illegale Asphaltablagerung im Wald am Tüshausweg
16 Tonnen Asphalt werden entfernt – Stadt Dorsten sucht Täter und zahlt Belohnung
Im Waldgebiet am Tüshausweg wurde am 21. Juli 2025 eine illegale Asphalt-Entsorgung festgestellt. Unbekannte hatten in der Nacht zuvor rund 40 Meter von der Straße entfernt eine LKW-Ladung ausgehärteten Asphalt abgeladen. Spaziergänger entdeckten die Ablagerung am Samstagmorgen und informierten umgehend die Behörden. Die Polizei nahm unverzüglich eine Strafanzeige gegen Unbekannt auf.
Aufwendige Entfernung und Umweltaspekte
Am Dienstag, dem 22., begannen Mitarbeiter des Kommunalen Servicebetriebes (KSD) mit der aufwendigen Beseitigung des Materials. Insgesamt wurden 16 Tonnen Asphalt sortenrein abgetragen und einer spezialisierten Verwertungsanlage zur fachgerechten Aufbereitung zugeführt. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig – das Material war teilweise bröselig und musste unter beengten Bedingungen zwischen den Bäumen mit der Baggerschaufel verladen werden.
Die restlichen Asphaltreste sowie belasteter Waldboden wurden vollständig entsorgt. Die Stelle wird zusätzlich einige Zentimeter tief ausgekoffert, um sicherzustellen, dass keine Verunreinigungen zurückbleiben.
Asphalt – kein Teer, aber dennoch wertvoll
Umwelttechnisch ist der Vorfall kritisch zu betrachten, auch wenn moderner Asphalt keinen besonders schädlichen Teer mehr enthält. Diese Stoffe werden seit den 1970er Jahren nicht mehr verwendet. Dennoch ist Asphalt ein wertvoller Baustoff, der üblicherweise aufbereitet und wiederverwendet werden kann. Es wird nun geprüft, ob Teile des sichergestellten Materials noch nutzbar sind.
Die betroffene Fläche liegt zwar in Privatbesitz, jedoch sind Waldeigentümer laut Forstgesetz verpflichtet, den Wald öffentlich zugänglich zu halten. In solchen Fällen kümmert sich in der Regel die Kommune um die Beseitigung illegal abgelagerten Mülls.
Hohe Kosten, hohe Belohnung
Die Kosten für die Entsorgung und Sanierung werden – je nach tatsächlicher Menge – auf einen Betrag im vier- bis niedrigen fünfstelligen Eurobereich geschätzt. Um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, hat die Stadt Dorsten eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ermittlung der Täter führen.
Das Team „Sauberes Dorsten“ wird die betroffene Gegend weiterhin beobachten und appelliert erneut an die Bevölkerung: Wer Hinweise auf die Täter geben kann, soll sich melden.
Chronologie der Ereignisse
Die Stadt Dorsten setzt alles daran, Fälle illegaler Entsorgung konsequent zu verfolgen – auch im Sinne des Umweltschutzes und zur Verhinderung weiterer Vorfälle.
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