Jugendkonferenz in Dorsten: Austausch zwischen Schule und Stadt

Schülersprecherinnen und Schülersprecher diskutieren Stärken, Herausforderungen und Zukunftsideen – inklusive konkreter Wünsche

Von Neues aus Dorsten
Jugendkonferenz in Dorsten: Austausch zwischen Schule und Stadt
Bild zum Beitrag© Winkel, Christoph

Bei der ersten Dorstener Jugendkonferenz haben Schülersprecherinnen und Schülersprecher der weiterführenden Schulen ihre Sicht auf die Stadt eingebracht. Kurz vor den Sommerferien beschäftigten sie sich im Treffpunkt Altstadt mit der Frage, wie Jugendliche Dorsten erleben, wo sie Stärken sehen und an welchen Stellen sie Verbesserungsbedarf erkennen.

Eingeladen hatte die Abteilung Jugendförderung der Stadt Dorsten. An der rund zweistündigen Veranstaltung nahmen auch Bürgermeister Tobias Stockhoff, die Erste Beigeordnete Nina Laubenthal sowie Stefan Breuer, Leiter des Amtes für Familie und Jugend, teil.

Austausch über Stärken, Kritik und Zukunftsideen

In mehreren moderierten Arbeitsphasen setzten sich die Jugendlichen mit ihrer Stadt auseinander. Unter den Überschriften „Dein FLEX in Dorsten“, „Dein WTF in Dorsten“ und „Dein DREAM in Dorsten“ diskutierten sie über positive Seiten Dorstens, benannten Herausforderungen und entwickelten konkrete Ideen für die Zukunft.

Die Stadt beschreibt die Atmosphäre als offen und von einer großen Bereitschaft zum Austausch geprägt. Positiv bewertet wurden demnach vor allem:

  • die vielfältige Vereinslandschaft,
  • zahlreiche Sportangebote,
  • kulturelle Einrichtungen wie die Stadtbibliothek und das Jüdische Museum Westfalen,
  • die Verbindung von Natur und Stadt mit Lippe, Wesel-Datteln-Kanal und Freizeitangeboten,
  • die gute Nahversorgung,
  • sowie bestehende Mitwirkungsmöglichkeiten etwa über Schülervertretungen oder Stadtteilkonferenzen.

Wünsche für eine jugendfreundliche Stadt

Neben positiver Rückmeldung formulierten die Schülerinnen und Schüler auch konkrete Verbesserungsvorschläge. Nach Angaben der Stadt zeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Bild einer jugendfreundlichen Stadt mit:

  • sicheren Radwegen,
  • verlässlichen Bus- und Bahnverbindungen,
  • zusätzlichen Nachtbusangeboten,
  • frei zugänglichen Sportflächen,
  • Orten zum Lernen und Treffen, insbesondere einem Jugendcafé,
  • mehr Schatten- und Klimaschutzorten,
  • freiem WLAN an zentralen Plätzen,
  • sowie langfristig zusätzlichen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region.

Stadt will Dialog fortführen

Bürgermeister Tobias Stockhoff würdigte das Engagement der Jugendlichen. Er erklärte, es freue ihn, dass sich so viele junge Menschen mit Ideen, Kritik und konkreten Vorschlägen für ihre Stadt einbringen. Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich und zeige, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen und Dorsten aktiv mitgestalten möchten. Genau diesen Dialog wolle die Stadt fördern und die Anregungen in die weiteren Planungen einbeziehen.

Auch Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Abteilung Jugendförderung, wertete die Resonanz als deutliches Signal. Die große Beteiligung und die vielen konkreten Ideen hätten gezeigt, dass Jugendliche ihre Stadt aktiv mitgestalten möchten. Für die Stadt sei das ein Anlass, den Dialog fortzuführen und die Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen weiter auszubauen.

Luca Sörries, der die Jugendkonferenz maßgeblich organisiert hat, hob die offene Atmosphäre hervor. Es sei beeindruckend gewesen zu erleben, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen auseinandergesetzt hätten. Genau so stelle man sich Jugendbeteiligung vor.

Rückmeldungen der Jugendlichen

Nach Angaben der Stadt zeigte sich die positive Aufnahme des neuen Formats auch in den Rückmeldungen der Teilnehmenden. Eine Teilnehmerin sagte: „Es tut gut, dass wir mal gefragt werden, wie wir Dorsten erleben – und dass unsere Ideen nicht einfach in der Schublade verschwinden sollen.“

Ein anderer Schüler fragte laut Mitteilung: „Was ist der Jugendhilfeausschuss? Da möchte ich mitmachen. Kannst du mich auch zur Stadtteilkonferenz einladen? Ich würde dort gerne einmal teilnehmen.“

Ergebnisse werden ausgewertet

Die Ergebnisse der Jugendkonferenz werden nun von der Abteilung Jugendförderung ausgewertet. Anschließend sollen sie in weitere Beteiligungs- und Planungsprozesse der Stadt einfließen und an die zuständigen Fachämter weitergegeben werden. Gemeinsam soll geprüft werden, welche Anregungen und Ideen umgesetzt werden können.

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