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November-Gedenktage: Erinnern statt Vergessen

Veranstaltungen zur Reichspogromnacht, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag laden zur Teilnahme ein

Von Neues aus Dorsten27.10.25, 09:38

In diesem Artikel

CV
Caroline von Gries
JR
Josefin Rabehl
TÖ
Theo Ößmann
TS
Tobias Stockhoff
MD
Michael Diekert
MS
Marius Seydel

Im November stehen deutschlandweit Gedenktage im Zeichen des Erinnerns an die Opfer von Gewalt, insbesondere des nationalsozialistischen Terrors und der Weltkriege. Die Veranstaltungen richten den Blick auf die Vergangenheit und setzen zugleich ein klares Zeichen gegen Vergessen und Verdrängung von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft. Die Bürgerschaft ist eingeladen, sich an den verschiedenen Veranstaltungen zu beteiligen und das Gedenken aktiv mitzugestalten.

Gedenkveranstaltungen zur Reichspogromnacht am 9. November

Am 9. November lädt das jüdische Museum zur Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht ein. Im Museumsgarten wird eine Kranzniederlegung stattfinden. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Museum und der Friedrich-Naumann-Stiftung. Höhepunkt ist eine Lesung der Journalistin und Autorin Caroline von Gries im Saal des Museums. Ergänzt wird das Programm durch musikalische Beiträge der Liedermacherin Josefin Rabehl, die Auszüge aus ihrem eigenen Werk präsentiert.

Kurz erklärtReichspogromnacht

Als Reichspogromnacht – häufig auch Novemberpogrome 1938 genannt – wird die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 bezeichnet, in der in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen von Nationalsozialisten zerstört und zahlreiche Menschen misshandelt, verhaftet oder getötet wurden.

Volkstrauertag 2025: Zentrale Gedenkfeier am Wulfener Ehrenmal

Die zentrale Feier zum Volkstrauertag wird in diesem Jahr vom Allgemeinen Bürgerschützenverein ausgerichtet. Um 9:30 Uhr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der St. Matthäus-Kirche zum gemeinsamen Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst formieren sich die verschiedenen Abordnungen am Wappenbaum und begeben sich zum Wulfener Ehrenmal, das vor 100 Jahren errichtet wurde.

  • Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
  • Beitrag der Geschichtsgruppe bzw. des Heimatvereins
  • Gedenkansprache
  • Musikalische Begleitung während der Veranstaltung
  • Kranzniederlegung durch König Theo Ößmann, Tobias Stockhoff und Vertreter der Bundeswehr
  • Abschließendes Musikstück der Blasmusik Wulfen
  • Schlusswort von Michael Diekert
  • Kurz erklärtVolkstrauertag

    Der Volkstrauertag ist ein nationaler Gedenktag in Deutschland, der an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert.

    Ewigkeitssonntag: Gedenken an Zwangsarbeiter am 23. November

    Der evangelische Ewigkeitssonntag (Totensonntag) wird am 23. November begangen. Die Gedenkveranstaltung startet um 14:45 Uhr vor der Trauerhalle des Waldfriedhofs Holsterhausen. Im Anschluss führt der Gang zur Grabstätte der ehemaligen fremden Zwangsarbeiter aus dem Zweiten Weltkrieg.

    Hier wird eine ökumenische Andacht abgehalten, um ein Vergessen zu verhindern. Im Rahmen der Veranstaltung übergibt Dr. Marius Seydel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge NRW eine aktualisierte Liste der auf dem sogenannten "Russenfriedhof" verstorbenen Kriegsgefangenen an die Stadt Dorsten.

    Kurz erklärtEwigkeitssonntag

    Ewigkeitssonntag ist ein evangelischer Gedenktag und wird auch als Totensonntag bezeichnet. Er findet jeweils am letzten Sonntag des Kirchenjahres statt und ist dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet.

    Projekt "Plennyje" dokumentiert Schicksale sowjetischer Kriegsgefangener

    Die übergebene Liste ist das Ergebnis des Projekts "Plennyje", das Kriegsgräberstätten sowjetischer Kriegsgefangener im ehemaligen Wehrkreis VI untersucht und dokumentiert. Ziel ist es, bislang unbekannte Namen und exakte Grablagen der Verstorbenen zu ermitteln und eine vollständige, aktualisierte Gräberliste bereitzustellen.

    Kurz erklärtPlennyje

    Plennyje ist ein Projekt zur Erforschung und Dokumentation der Kriegsgräber sowjetischer Kriegsgefangener, insbesondere in Nordrhein-Westfalen.

    Die Organisatoren bitten darum, die Termine und Inhalte der Gedenkfeiern zu berücksichtigen und heißen alle Interessierten herzlich willkommen. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und das Bewusstsein für die Folgen von Gewalt und Diktatur wachzuhalten.

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