Theaterprojekt verbindet Kulturen und Nachhaltigkeit
Gesamtschule Wulfen und peruanische Künstler fördern Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit

Die Gesamtschule Wulfen präsentiert in Zusammenarbeit mit der renommierten Künstlergruppe „Arena y Esteras” aus Lima, Peru, ein außergewöhnliches interkulturelles Austauschprojekt. Im Rahmen der Kinderkulturkarawane wurde das Forum der Schule zum Schauplatz für ein farbenprächtiges Theatererlebnis, das Schüler und Gäste gleichermaßen begeisterte.
Künstlerische Begegnungen und lebendige Traditionen
Die fünf jungen Darstellerinnen und Darsteller von „Arena y Esteras“ faszinierten die 9. Klassen der Gesamtschule mit fantasievollen Kostümen, inspiriert von der Vielfalt schillernder Vögel, Naturgewalten und tanzenden Völkern. Schulleiter Hermann Twittenhoff zeigte sich erfreut über das Engagement der Gruppe, die das Publikum in eine andere Welt entführte.
Im Zentrum des Stücks „el camino de las semillas – Ruru, Weg der Samenkörner“ steht die Rückbesinnung auf eigene Wurzeln. Mit Mitteln wie Tanz, Gesang, peruanischen Flöten und Akrobatik erzählen die jungen Künstlerinnen und Künstler, die zwischen 13 und 28 Jahre alt sind, von dem Wert der Natur und dem friedlichen Zusammenleben.
Dialog über Umwelt und gesellschaftliche Herausforderungen
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Anliegen des Projekts. DG-Lehrerin Johanna Saalmann, die die Kulturkarawane begleitet, betont: „Doch die Umweltzerstörung ist auch in Peru ein großes Problem, darauf will die Gruppe speziell hinweisen und mit den Schülergruppen aus Wulfen ins Gespräch kommen.“
Im Fokus der gemeinsamen Aktivitäten stehen außerdem die Traditionen der indigenen Bevölkerung Perus, soziale Gerechtigkeit, Interkulturalität und ein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur. Die Gäste aus Lima sind eine Woche lang in Dorsten zu Gast, wohnen bei Gastfamilien aus dem Kollegium und arbeiten intensiv mit einer Schülergruppe des Fachs Darstellen und Gestalten zusammen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 – nachhaltiger Konsum und Produktion – steht im Mittelpunkt des Projekts. Damit greift die Kooperation ein aktuelles Thema mit globaler Relevanz auf und fordert zu bewussterem Handeln im Alltag auf.
Hintergründe zu Arena y Esteras und ihrer Herkunft
Die Theater- und Zirkusschule „Arena y Esteras“ stammt aus dem Viertel Villa El Salvador, am Rand von Lima in Peru. In den 1970er Jahren bauten Siedler aus dem Hochland dort ihre Häuser aus Strohmatten – seither hat sich die Infrastruktur erheblich verbessert. Heute profitieren die Bewohner von befestigten Gebäuden, Universitäten und einer Metro-Anbindung. Trotz dieser Fortschritte stellen jedoch Gewalt und Armut weiterhin große Herausforderungen dar.
Förderung und Zusammenarbeit
Das Austauschprojekt findet im Rahmen der Kinderkulturkarawane statt und wird durch mehrere Institutionen unterstützt: die Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW, das Programm Kreativ Global II mit dem Institut Equalita sowie den Förderkreis Jugend e.V. der Stadt Dorsten.
Weitere Informationen zur Kinderkulturkarawanehttp://www.kinderkulturkarawane.de
Die Gesamtschule Wulfen im Überblick
Das Projekt unterstreicht einmal mehr das Engagement der Gesamtschule Wulfen für kulturellen Austausch, Nachhaltigkeit und soziales Miteinander – und eröffnet neue Perspektiven für die Schulgemeinschaft.
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