City Outlet Bad Lippspringe in der Kritik
Lippstadt und Paderborn warnen vor negativen Folgen für den Einzelhandel und fordern unabhängiges Gutachten
Das geplante City Outlet in Bad Lippspringe sorgt für erhebliche Diskussionen in der Region Ostwestfalen-Lippe. Die Städte Lippstadt und Paderborn äußern in einem gemeinsamen Positionspapier erhebliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die städtischen Zentren und die regionale Versorgungsstruktur. Besonders im Fokus stehen die fehlende Einbindung der Nachbarkommunen sowie das bislang nicht vorliegende unabhängige Verträglichkeitsgutachten.
Risiken für Zentren und Einzelhandel
Beide Städte betonen in ihrem Papier die Gefahr einer deutlichen Abwanderung insbesondere preissensibler Kundschaft. Dies könnte direkte und spürbare Folgen für den innerstädtischen Einzelhandel in den betroffenen Mittel- und Oberzentren haben. Die geplante Ausrichtung des Outlets auf Tagesbesucher und rabattierte Markenwaren wird explizit nicht als Ergänzung, sondern als Konkurrenz zum bestehenden Einzelhandel bewertet.
Bürgermeister Michael Dreier (Paderborn) und Arne Moritz (Lippstadt) sind sich einig: „Es besteht die Gefahr einer deutlichen Abwanderung – insbesondere preissensibler – Kundschaft, was direkte Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel haben dürfte. Die geplante Ausrichtung auf Tagesbesucher und das gezielte Angebot rabattierter Markenware schaffen kein ergänzendes, sondern ein klar konkurrierendes Angebot.“
Kritik am Planungsvorgehen
Seit 2020 verfolgen Lippstadt und Paderborn die Entwicklungen um das City Outlet mit einer kritisch abgestimmten Haltung. Sie bemängeln, dass Bad Lippspringe mit dieser Planung seine Funktion als Grundzentrum überschreite und dass sowohl eine funktionale als auch eine konzeptionelle Verknüpfung mit den bestehenden Einzelhandelsstrukturen der Nachbarzentren fehle.
Der geplante Einzugsbereich von bis zu 90 Fahrminuten macht die überregionale Ausstrahlung des Projekts deutlich. Dies widerspricht nach Ansicht der Städte der abgestuften Einzelhandels- und Zentralen-Orte-Struktur der Region OWL und darüber hinaus.
Forderungen der Städte
Bis diese Forderungen erfüllt sind, sehen Lippstadt und Paderborn keine tragfähige Grundlage für eine stadt- und regionalverträgliche Entwicklung des Projekts.
Position zu regionaler Entwicklung
Lippstadt und Paderborn sprechen sich für eine faire, verantwortungsbewusste und rechtlich fundierte Planung im Sinne einer abgestimmten Regionalentwicklung aus. Beide Städte werden das Verfahren weiterhin aufmerksam und kritisch begleiten.
Weiterführende Dokumente und Ansprechpartner
title="Positionspapier der Städte Lippstadt und Paderborn"
subTitle="Gemeinsames Positionspapier zum geplanten City Outlet Bad Lippspringe"
url="https://www.paderborn.de/guiapplications/newsdesk/publications/Stadt_Paderborn/109010100000302911.php"
/>
title="Stadt Paderborn – Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing"
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Die kommenden Monate bleiben entscheidend für die weitere Entwicklung des City Outlet Bad Lippspringe. Ob und wie die Bedenken in den regionalen Abstimmungsprozess einfließen und ein unabhängiges Verträglichkeitsgutachten noch vorgelegt wird, bleibt abzuwarten.
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