21 Lehrkräfte als Beratungslehrkräfte im Regierungsbezirk Münster
21 Lehrkräfte sind nach einer einjährigen Zusatzausbildung als Beratungslehrkräfte qualifiziert und seit dieser Woche in den Schulen im Regierungsbezirk Münster im Einsatz. Die Zertifikate nahmen sie von Winfried Heuvers von der Bezirksregierung Münster entgegen, der dort für Fortbildungen und Qualifikationserweiterungen zuständig ist.
Die Qualifikation wurde von der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Recklinghausen unter der Leitung von Marisa Roth und ihrem Team durchgeführt. Über ein Jahr hinweg wurden Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen gezielt auf ihre Beratungsaufgaben im Schulalltag vorbereitet. Einige von ihnen waren bereits beratend tätig und setzen diese Arbeit nun mit offizieller Qualifikation fort. Für andere ist die Aufgabe neu.
Inhalte der Ausbildung
Im Mittelpunkt standen Grundlagen professioneller Gesprächsführung und eine wertschätzende Beratungshaltung. Darüber hinaus wurden lösungs- und ressourcenorientierte Methoden vermittelt. Die Teilnehmenden setzten sich außerdem mit aktuellen Herausforderungen des Schulalltags auseinander, darunter Schulabsentismus, der Umgang mit depressiven Kindern und Jugendlichen sowie Kinderschutz.
In Rollenspielen und praxisnahen Übungen trainierten die Lehrkräfte unterschiedliche Beratungssituationen und erweiterten ihre Handlungskompetenz für den Einsatz an ihren Schulen.
Aufgabe als „Lotsen im System“
Beratungslehrkräfte beraten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie Schulleitungen. Sie unterstützen Schulen bei persönlichen, sozialen und schulischen Herausforderungen und bauen zugleich Netzwerke mit außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten auf. Nach Angaben der Mitteilung leisten sie damit einen wichtigen Beitrag zu Prävention, Intervention und einer gelingenden Begleitung junger Menschen.