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Betreff: Informationsdienst der Stadt Witten am Montag, 2. November 2026

Gemeinsames Erinnern, Gedenken und Haltung zeigen: Novemberpogrome 1938 jähren sich am 9. November Zum Schulstart nach den Herbstferien: Stadt passt Elternhaltestellen an der Hüllbergschule an Kultursprechstunde am 3. November im Eckpunkt! Lions Club spendet Schwimmkurse und macht 12 Kinder "wasserfest" Winterpause: Wasserpumpen auf den Spielplätzen ruhen Crime Youngsters: Krimi-Lesung für Kinder mit Sven Gerhardt Sollten Sie keinen städtischen Informationsdienst per E-Mail wünschen, antworten Sie bitte auf diese E-Mail mit "abbestellen". Gemeinsames Erinnern, Gedenken und Haltung zeigen: Novemberpogrome 1938 jähren sich am 9. November Es ist eine große Frage unserer Zeit: Wie lässt sich historisch reflektiert und zukunftsgewandt an dramatische Ereignisse erinnern, die mittlerweile 88 Jahre zurückliegen? Wie lernen wir aus ihnen, für unsere Menschlichkeit? In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 verübten Nationalsozialisten überall im Deutschen Reich gezielte Gewaltaktionen gegen die jüdische Bevölkerung - so auch in Witten. Dies war der Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung des europäischen Judentums. Zugleich steht diese Nacht exemplarisch für die fatalen Dynamiken, die der Antisemitismus, Rassismus und die Stigmatisierung von Minderheiten bis heute entfalten. Gerade angesichts des bevorstehenden Abschieds der letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist es notwendiger denn je, anhand biografischer Zugänge dem Leid der Menschen jüdischen Glaubens im Nationalsozialismus zu gedenken. Zugleich müssen Hass, Hetze und Menschenfeindlichkeit im Heute und Morgen benannt und mit Entschiedenheit bekämpft werden. Dieses doppelte Signal soll vom öffentlichen Gedenken ausgehen, das am Montag, 9. November 2026, ab 18 Uhr, am Ort der ehemaligen Wittener Synagoge, Synagogenstraße / Ecke Breite Straße stattfindet. Hierzu laden die Stadt Witten, das Kulturforum Witten, insbesondere das Ruhr-Gymnasium und das Stadtarchiv, der Freundeskreis der Israelfahrer e. V. und die Deutsch-Israelische Gesellschaft, AG Witten ein. Für Menschlichkeit, gegen Hass: Worte, Musik und Kranzniederlegung Nach der Begrüßung durch den Schulleiter des Ruhr-Gymnasiums, Dirk Gellesch, wird der Bürgermeister der Stadt Witten, Dirk Leistner, in seiner Rede die Ereignisse der Reichspogromnacht in Witten aus der Perspektive einer Holocaust-Überlebenden schildern. Anschließend blickt eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern in Wortbeiträgen aus Sicht der jungen Generation auf den historischen Antisemitismus in der NS-Zeit und die gegenwärtige Judenfeindlichkeit in der Welt. Den Abschluss der musikalisch gerahmten Veranstaltung bildet das stille Gedenken mit dem Niederlegen eines Gedenkkranzes in Erinnerung an die von Nationalsozialisten in Brand gesetzte Wittener Synagoge. Die Novemberpogrome 1938 In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 überfielen Anhänger des nationalsozialistischen Unrechtsregimes jüdische Bürger und Bürgerinnen in ihren Wohnungen, demolierten das Mobiliar, plünderten ihre noch verbliebenen Geschäfte und zerstörten jüdische Friedhöfe. Überall im Deutschen Reich steckten Nazibanden mehr als 1.400 Synagogen und Gebetsräume in Brand. Sie verschleppten etwa 30.000 jüdische Menschen in Konzentrationslager, Hunderte wurden ermordet, in den Suizid getrieben oder starben infolge der Haftbedingungen. Dieses Grauen geschah in Witten... Während Wittener Juden in der Pogromnacht in Haft genommen und meist über das Polizeigefängnis Bochum in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt wurden, setzten Nationalsozialisten die 1885 erbaute Wittener Synagoge in Brand. Am Morgen des 10. November 1938 waren die Kuppel und der Innenbereich des jüdischen Gotteshauses komplett ausgebrannt. Die Feuerwehr war lediglich auf den Schutz umliegender Häuser und des benachbarten Gymnasiums bedacht. Diese Gewaltakte führten zur fast vollständigen Auslöschung jüdischen Lebens und der Wittener Synagogengemeinde. Sperrung der Synagogenstraße am 9. November Während der Gedenkveranstaltung wird die Synagogenstraße in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19 Uhr gesperrt sein. Die Veranstalter bitten hierfür um Verständnis. (tu)

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