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Betreff: Pressemeldung - Konzert und Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome
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Pressemeldung
29.10.2026
Konzert und Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome
Zur Erinnerung an die Novemberpogrome vor 88 Jahren und die Verbrechen an den jüdischen Menschen in Bonn lädt die Initiative zum Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialismus gemeinsam mit der Bundesstadt und der Synagogengemeinde Bonn am Dienstag, 10. November 2026, um 16 Uhr (Einlass 15:30 Uhr) zu einem Konzert im Foyer des Opernhauses, Am Boeslegarerhof 1, mit anschließender Gedenkfeier ein. Der Eintritt ist frei.
Am Vormittag des 10. November 1938 wurden die Synagogen in Bonn, Poppelsdorf, Beuel, Bad Godesberg und Mehlem in Brand gesetzt. Die Novemberpogrome markierten einen weiteren Schritt der systematischen Verfolgung und Entrechtung jüdischer Menschen im nationalsozialistischen Deutschland.
Beim Konzert im Opernfoyer tragen die Sopranistin Valerie Haunz und der Gitarrist Christian Kiefer den Liederzyklus Seidenkoffer von Leon Zmelty nach Gedichten von Rose Ausländer vor. Die Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin Rose Ausländer, 1901 in Czernowitz geboren, überlebte die Schoah im Ghetto und im Versteck in ihrer Heimatsstadt. Sie starb 1988 in Düsseldorf. Aufgrund der begrenzten Sitzplatzkapazität im Opernhaus wird empfohlen, frühzeitig vor Ort zu sein.
Im Anschluss an das Konzert findet ab 17 Uhr die öffentliche Gedenkfeier am Synagogen-Mahnmal am Moses-Hess-Ufer statt. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Guido Déus spricht Jakov Barasch, Vorsitzender der Synagogengemeinde Bonn. Die Teilnahme an der Gedenkfeier am Mahnmal ist unabhängig vom Konzert möglich.
Die Veranstaltung erinnert an die jüdische Gemeinde Bonn von vor 1941 und setzt zugleich ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit den jüdischen Menschen, die heute in Bonn leben. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Kontakt.
Lea Varnhorn
0228 773603
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