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Betreff: Gesamtschule Wulfen: Eine Schule zum Anfassen / ToT
Liebe Medienpartner,
Tag der offenen Tür in der
Gesamtschule Wulfen :
Eine Schule zum Anfassen
Wulfen. Die lebendige „Schule zum Anfassen“ steht für den Tag der offenen
Tür der Gesamtschule Wulfen, bei dem Interessierte die Schule direkt
erleben können: Räume, Unterricht, Projekte, Lehrer, Schüler. „Mit den
Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden und auch darüber, dass wir unser
breites Angebotsspektrum als Kulturschule der Stadt Dorsten einem
interessierten Publikum präsentieren konnten“, sagte Schulleiter Hermann
Twittenhoff. Langweilig wurde es garantiert niemandem: Mit zahlreichen
Mitmachaktionen bot sich der Besucherschar ein umfassendes Bild von der
Gesamtschule Wulfen als Kulturschule der Stadt Dorsten mit dem Schwerpunkt
Musik und Kunst, dem sprachlichen Profil bis hin zur MINT-freundlichen
Schule. In jeder Hinsicht präsentierte sich die GSW mit über 50-jähriger
Geschichte als lebendige Schule zum Anfassen.
Die Besucher konnten zudem viel über Lernkonzepte und Freizeitangebote,
über Schulziele und die Alltagsumsetzung erfahren. Die kulturelle
Ausprägung der Schule zeigte sich in den Präsentationen der Kreativklassen,
durch Bläser- und Kulturklassen vertreten, sowie durch weitere Angebote aus
Kulturschule und Schulkultur, wie beispielsweise das Fach „Darstellen und
Gestalten“, das es an der Gesamtschule Wulfen gibt und das ab dem Jahrgang
7 als besonderes Wahlpflichtfach gewählt werden kann. Eine Anmeldung zum
Kulturschwerpunkt ist unabhängig von Vorkenntnissen ab der 5. Klasse
möglich.
Als erfolgreiche Neuerung wurde das Lernzeitenkonzept vorgestellt, das
Kinder in besonderem Maß an selbstreguliertes Lernen in den Fächern
Deutsch, Mathematik und Englisch heranführt und sie zu selbständig
reflektierendem Lernen befähigt. Kinder sollen selbstverantwortlich lernen,
sich in Absprache mit den Fachlehrern erreichbare Ziele setzen und später
kritisch reflektieren können.
Das weitere Angebot des Tags der offenen Tür setzte sich aus der
Präsentation der unterschiedlichen Fachbereiche und aus Beratungs- und
Informationsständen zusammen. In der Schulstraße, dem Aufenthalts- und
Lernort vieler Schüler, wurden neben Kennenlern- und Mitmachangeboten in
verschiedenen Unterrichtsfächern auch Kuchen sowie Getränke durch Schüler
angeboten. Wie zeitgemäße Klassenräume heute aussehen, die für
differenziertes selbständiges Lernen ausgestattet sind, und wie dort
bestmöglich gelernt werden kann, wurde ebenfalls gezeigt. In den
vorgelagerten Differenzierungsräumen können Kleingruppen gesondert lernen
und arbeiten. Hier wurden auch das dafür notwendige
Differenzierungsmaterial sowie die Betreuung von Schülern mit Rechen- oder
Lese-Rechtschreibschwäche vorgestellt. Die Strukturen der Klassenräume
werden gemeinsam im Jahrgang besprochen (Classroommanagement) und bieten
daher beste Voraussetzungen für Lernzeiten.
Ebenso konnte man sich über die Begabtenförderung informieren, die in
verschiedenen Jahrgängen mit gezielt angelegten Projekten arbeitet und
individuelle Förderung je nach den Talenten der Kinder ermöglicht. „Die
Lehrkräfte der Gruppen Informatik und digitale Schule präsentierten sowohl
das Pflichtfach Informatik der Klassen 5 und 6 als auch die ständig
weiterentwickelten Maßnahmen zur Medienkompetenz“, erklärte Barbara
Bögl, Abteilungsleiterin der beiden Jahrgänge. Informatik kann später auch
ab Jahrgang 7 als Wahlpflichtfach und weiterführend in der Oberstufe
gewählt werden. Zurzeit verfügt die GSW über drei gut ausgestattete
Fachräume, Smartboards und einen umfänglichen Vorrat an ipads. Auf
Interesse stieß ebenfalls die unterrichtete Sprachenvielfalt: Latein,
Spanisch, Englisch und Französisch. Regelrecht Appetit machte der leckere
Duft, der aus der Küche strömte. Hier backten in der neuen, modernen
Großküche Lehrerinnen mit Schülern, die Hauswirtschaft gewählt haben.
Einen zusätzlichen Schwerpunkt bilden die Naturwissenschaften. In diesem
Bereich kann die Gesamtschule Wulfen auf viele überregionale
Wettbewerbserfolge ihrer Schüler stolz sein. Und noch eine Besonderheit
wurde vorgestellt: die Case Creole. Dieser Schülerladen wird als
Schülerfirma von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf
geleitet. „Inklusion ist bei uns seit rund 30 Jahren im Unterricht fest
verankert“, so Hermann Twittenhoff.
Gerne beantworteten überall in der Gesamtschule alle Lehrkräfte Fragen und
vermittelten somit authentisch den Geist, der in der Gesamtschule herrscht
und wie eine erfolgreiche Schulkultur hier vor Ort gepflegt wird. „Wir
haben sehr viele, intensive Beratungsgespräche geführt“, resümierten
Hermann Twittenhoff, Barbara Bögl sowie Michael Andres, Leiter der
Oberstufe (Jahrgänge EF, Q1 und Q2). Und es gehe darum, sich nicht nur über
die Schule erzählen zu lassen, sondern mitzumachen, zu schauen, anzufassen,
damit man ein echtes Gefühl für diese Schule bekomme.
Die GSW zählt zu den ältesten Gesamtschulen in NRW. Sie ist ausgezeichnet
als „Schule ohne Rassismus“, „Schule ohne Gewalt“, „Gesunde Schule“ und als
„Vorbildliche Schule“. Schwerpunkte liegen neben dem „Gemeinsamen
Unterricht“, auf der Hochbegabten-Förderung in Zusammenarbeit mit der
Universität Münster. Die GSW ist überdies ausgezeichnete MINT-Schule mit
naturwissenschaftlichem und technischem Schwerpunkt und ist Bundessieger
des Jugend-Software-Preises. Sie nimmt zudem am Modellprogramm
„Kulturagenten für kreative Schulen“ teil. Dadurch werden viele kulturelle
Angebote wie beispielsweise Theaterbesuche finanziell vom Land NRW
unterstützt.