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Betreff: Pressemitteilung - Hagen-Pakt: Ministerin Scharrenbach und Oberbürgermeister Rehbein geben Startschuss für den Abriss der ersten Problemimmobilie
Hagen-Pakt:
Ministerin Scharrenbach und Oberbürgermeister Rehbein geben Startschuss für den Abriss der ersten Problemimmobilie
28. Oktober 2026 - Ein wichtiger Schritt im Rahmen des Hagen-Pakts steht bevor: Die HEG (Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH) lässt die nicht mehr genutzte Hinterhofbebauung der Immobilien Am Hauptbahnhof 10 und 12 zurückbauen. Mit dem Abriss beginnt ein weiterer Baustein im Umgang mit Problemimmobilien und bei der städtebaulichen Aufwertung des Bahnhofsumfelds. Vor Ort begleiten Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein und Patrick Bänsch, Geschäftsführer der HEG, den Auftakt der Rückbauarbeiten.
"Der Hagen-Pakt ist kein Pakt für die Schublade, sondern ein Pakt fürs Anpacken. Nur fünf Monate nach der Unterzeichnung folgen den Worten die ersten sichtbaren Taten. Mit dem Rückbau der ersten Problemimmobilie am Hagener Hauptbahnhof setzen wir ein klares Zeichen: Wir lassen nicht zu, dass vernachlässigte Immobilien ganze Stadtviertel ausbremsen. Der Rückbau eröffnet der Stadt neue Spielräume für die städtebauliche Planung. Der Hagen-Pakt zeigt: Wenn Land und Kommune an einem Strang ziehen, können wir die Entwicklung unserer Städte aktiv gestalten. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass aus Problemimmobilien wieder Flächen mit Zukunft werden", sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Oberbürgermeister Dennis Rehbein sagt: "Ich freue mich sehr, dass wir nur fünf Monate nach der offiziellen Unterzeichnung des Hagen-Pakts mit dem ersten Abriss am Hauptbahnhof das deutliche Zeichen setzen: Wir reden nicht nur, wir handeln auch. Wir beseitigen nicht mehr benötigte Gebäudestrukturen und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass wir Flächen künftig neu denken und entwickeln können. Das ist ein wichtiger Schritt für ein attraktiveres Bahnhofsumfeld."
Auch für die HEG ist der Rückbau ein wichtiger Schritt: "Mit dem Erwerb der beiden Immobilien haben wir die Grundlage geschaffen, um die rückwärtigen Grundstücksbereiche gezielt neu zu ordnen. Der Rückbau ist kein Selbstzweck. Er soll Flächen freimachen, die heute durch nicht mehr benötigte Gebäudestrukturen geprägt sind, und damit Möglichkeiten für eine spätere städtebauliche Entwicklung eröffnen. Gleichzeitig ist uns wichtig, klar zwischen den abzubrechenden Gebäudeteilen und den Wohngebäuden zu unterscheiden, die erhalten bleiben", erklärt Patrick Bänsch, Geschäftsführer der HEG.
Rückbau betrifft ausschließlich die Hinterhofbebauung
Bei der Immobilie Am Hauptbahnhof 10 wird der rückwärtige Gebäudeteil abgerissen. Dabei handelt es sich um einen früher als Apartmenthaus genutzten Gebäudekomplex mit Wohnbereichen und einer Garagenanlage. Das straßenseitige Wohngebäude Am Hauptbahnhof 10 bleibt erhalten und ist nicht Bestandteil der Maßnahme.
Der Rückbau der Immobilie Am Hauptbahnhof 12 umfasst das ehemals gewerblich genutzte Gebäude im rückwärtigen Grundstücksbereich, das unter anderem als Verkaufs-, Lager- und Werkstattflächen diente. Teile der rückwärtigen Bebauung wurden zuletzt noch vom Tierschutzverein als Taubenschlag genutzt. Die zum Erhalt vorgesehenen angrenzenden Wohngebäude sind ausdrücklich nicht Bestandteil der Rückbaumaßnahme.
Entwicklung des Bahnhofsumfeldes angehen
Das Umfeld des Hagener Hauptbahnhofs wurde während des Zweiten Weltkriegs stark zerstört und in den folgenden Jahrzehnten neu bebaut. Die heutige Bebauungsstruktur ist deshalb wesentlich durch Gebäude aus den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren geprägt. Der Rückbau der nicht mehr zeitgemäßen und überwiegend leerstehenden Hinterhofbebauung soll dazu beitragen, die Flächen für eine mögliche zukünftige städtebauliche Neuentwicklung vorzubereiten.
Die derzeitige Zeitplanung sieht vor, die Rückbauarbeiten bis Ende 2026 abzuschließen. Mit der Durchführung der Abbrucharbeiten wurde die Linkamp GmbH aus Anröchte beauftragt. Das Unternehmen soll kurzfristig mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen und anschließend den eigentlichen Rückbau durchführen.
Was ist der Hagen-Pakt?
Der Hagen-Pakt ist ein gemeinsames Zukunftsprojekt des Landes NRW, der Stadt Hagen sowie der Hagener Wohnungswirtschaft. Gemeinsam sollen Stadtteile gestärkt, Wohnraum verbessert und die Lebensqualität für die Menschen in Hagen nachhaltig erhöht werden.
Im Mittelpunkt stehen Quartiere wie Altenhagen, Eckesey, das Bahnhofsquartier, Wehringhausen und Haspe. Dort sollen Gebäude modernisiert, leerstehende oder stark sanierungsbedürftige Immobilien entwickelt oder - wenn notwendig - zurückgebaut werden. Gleichzeitig werden öffentliche Plätze, Grünflächen und das Wohnumfeld aufgewertet, damit sich die Menschen in ihren Stadtteilen wohl und sicher fühlen. Der Hagen-Pakt ist auf einen Zeitraum bis 2035 angelegt. Schritt für Schritt werden Projekte umgesetzt, die das Wohnen und Leben in Hagen dauerhaft verbessern und die Stadt fit für die Zukunft machen.
Hinweis zum Foto:
(v.l.) Oberbürgermeister Dennis Rehbein, Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen) und Patrick Bänsch (Geschäftsführer der HEG) geben den Startschuss für die Rückbauarbeiten im Rahmen des Hagen-Pakts. (Foto: Julius Hentges/Stadt Hagen)
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