Öffentliche Artikelquelle

E-Mail an die Redaktion

Von: Redaktion Witten

Absender: •••@stadt-witten.de

An: Unsere Redaktion

Betreff: Informationsdienst der Stadt Witten am Mittwoch, 28. Oktober 2026

Ein Beitrag zur klimaresilienten Stadt: Forschungsprojekt untersucht Wirkung artenreicher Grünflächen Wie können Städte grüner, vielfältiger und nachhaltiger werden? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum sowie der Universitäten Bielefeld und Münster nach. Beim Projekt "Multifunktionale Grüne Städte der Zukunft" wird erforscht, was sich verändert, wenn kleine Rasenflächen in blühende Stadtwiesen umgestalten werden. Genauer geht es um nur 120 Quadratmeter große Flächen. Erforscht wird, wie Grünflächen in unseren Städten so gestaltet werden können, dass sie die biologische Vielfalt fördern und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Dafür nehmen die Forschenden insgesamt 36 städtische Rasenflächen in 17 Kommunen in NRW unter die Lupe, darunter in Witten. Die Stadt stellt dafür zwei Flächen zur Verfügung: eine Wiese in der Nähe der Bahngleise im Stadtpark und eine Wiese am Bürgertreff Stockum. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom städtischen Betriebsamt begleitet. Eine größere Pflanzenvielfalt und weniger Mahd Kurzgemähte Rasenflächen, die zumeist sehr wenigen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten, sollen weniger oft gemäht und mit weiteren Pflanzenarten angereichert werden. Derzeit werden die Untersuchungsflächen angelegt und artenreiches Saatgut eingesät. Die Forschenden untersuchen dann, wie sich die neuen Grünflächen auf die Biodiversität und wichtige Ökosystemleistungen auswirken. Ökosystemleistungen sind alle Vorteile, die wir Menschen aus Grünflächen ziehen, z. B. ein Kühlungseffekt im Sommer, die Verbesserung der Luftqualität oder einfach die Möglichkeit zur Naherholung. Welche ökologischen Verbesserungen können erreicht werden? Eine artenreiche Wiese ist weit mehr als nur eine grüne, ungemähte Fläche. Sie kann Lebensraum für Pflanzen, Insekten und andere Tiere bieten und dazu beitragen, Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Besonders wichtig im Projekt ist der Praxisbezug: Untersucht wird, welche ökologischen Verbesserungen durch vergleichsweise einfache und kostengünstige Maßnahmen erreicht werden können. Denn wenn Städte in Zukunft grüner, artenreicher und klimaresilienter werden sollen, braucht es nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch Lösungen, die sich im Alltag tatsächlich umsetzen lassen. Das Projekt läuft bis Juni 2029 und wird durch die Stiftung Zukunft NRW gefördert. In den drei Jahren untersuchen die Forschenden die Entwicklung der Pflanzen und Insekten sowie verschiedene Merkmale des Bodens. Aktuelle Informationen werden auf der Projekt-Website veröffentlicht unter: www.geographie.ruhr-uni-bochum.de/projekte/00365-fmgc.html.de (RUB/hl)

Die Google-Cookie-Einstellungen sind noch nicht verfügbar. Ein Browser-Schutz kann das Laden verhindern. Ohne Zustimmung werden keine Google-Anzeigen freigegeben.

Datenschutz