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Betreff: PM Haushaltseinbringung 2027

Presse-Information Haushalt 2027 eingebracht: Kevelaer muss weiterhin Sparmaßnahmen ergreifen Die Finanzlage der Wallfahrtsstadt Kevelaer bleibt angespannt. In der vergangenen Ratssitzung verdeutlichte Kämmerer Ralf Püplichuisen bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs 2027, dass die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen bei weitem nicht ausreichen. Kevelaer. Für seine letzte Haushaltseinbringung vor dem bevorstehenden Ruhestand im nächsten Jahr hätte sich Kämmerer Ralf Püplichuisen vermutlich eine schönere Ausgangslage gewünscht – doch der Entwurf des Haushalts 2027 für die Wallfahrtstadt Kevelaer weist ein Defizit von rund 10,5 Millionen Euro aus. Da auch für die Folgejahre erhebliche Fehlbeträge absehbar sind, bleibt Kevelaer zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzepts verpflichtet. Bis 2026 ist die Ausgleichsrücklage der Stadt vollständig aufgebraucht und auch die allgemeine Rücklage schrumpft bis 2030 dramatisch. Steigende Abgaben und starker Spardruck Um eine unzulässige Überschuldung und den Verfall der städtischen Infrastruktur zu verhindern, pocht Püplichuisen auf ehrliche Debatten über Standards und städtische Leistungen. Auf der Einnahmenseite stehen den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Mehrbelastungen bevor: · Hebesätze: Als Haushaltssicherungskommune muss Kevelaer die gestiegenen gewogenen Durchschnittshebesätze des Landes NRW anwenden (Grundsteuer B auf voraussichtlich 760 %, Gewerbesteuer auf 454 %). · Neue Abgaben: Ab 2027 wird eine Beherbergungssteuer eingeführt (geplante Einnahmen: 180.000 Euro). Obwohl die Gewerbesteuereinnahmen zuletzt positiv überraschten, fangen steigende Umlagen – insbesondere die Erhöhung der Kreisumlage um rund 1,8 Millionen Euro – und sinkende Schlüsselzuweisungen des Landes diese Effekte nahezu vollständig auf. Investitionen trotz roter Zahlen Dennoch sichert der Haushalt 2027 wichtige Pflichtaufgaben und Zukunftsinvestitionen ab. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Jahre 2027 bis 2030 beträgt 38,5 Millionen Euro. Schwerpunkte bilden: · Schulen & Kitas: Erweiterung der Hubertusgrundschule (Gesamtkosten bis 2031 ca. 10 Mio. €) und des Gymnasiums (1,0 Mio. € in 2027, weitere 13,85 Mio. € folgend) sowie Zuschüsse für den Marienkindergarten. · Sport & Infrastruktur: Sanierung der Dreifachturnhalle (1,61 Mio. €) und des Umkleidehauses Wetten (577.000 €). · Sicherheit: Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen (darunter eine Drehleiter im Jahr 2030). Gefördert werden diese Maßnahmen unter anderem durch Mittel aus dem Infrastrukturgesetz des Landes NRW in Höhe von 12,74 Millionen Euro. Zur Ausfinanzierung sind dennoch weitere Kreditaufnahmen unvermeidbar. Inklusive der städtischen Töchter (Stadtwerke und Technische Betriebe) droht der Schuldenstand des Gesamtkonzerns Stadt bis 2030 auf rund 130 Millionen Euro anzuwachsen. Appell an Rat und Bürgerschaft Ralf Püplichuisen rief Politik und Bürgerschaft dazu auf, den Blick auf das zwingend Notwendige zu richten: „Wir müssen Standards akribisch überprüfen, Personalkosten reduzieren und uns von nicht zwingend erforderlichen Leistungen trennen, um wieder eine solide finanzielle Basis zu schaffen.“ Der Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat den Haushaltsentwurf 2027 einstimmig und ohne Aussprache zur weiteren Beratung an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. BILD Bildunterschriften und Nachweise: 1. 07_Ralf Püplichuisen Einbringung Haushalt 2027, © Wallfahrtsstadt Kevelaer Kämmerer Ralf Püplichuisen bei seiner letzten Haushaltseinbringung vor dem bevorstehenden Ruhestand im kommenden Jahr 2.580 Zeichen (ohne Leerzeichen)

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