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Betreff: (Bild) Kinderschutzkonferenz: #Lünen_sieht hin! – Stark sein gegen sexualisierte Gewalt
Pressemitteilung der Stadt Lünen vom 14. Oktober 2026
(Bild) Kinderschutzkonferenz: #Lünen_sieht hin! – Stark sein gegen sexualisierte Gewalt
Lünen. Die diesjährige Kinderschutzkonferenz Lünen hat sich intensiv mit dem Schutz junger Menschen vor sexualisierter Gewalt beschäftigt. Unter dem Leitgedanken „#Lünen_sieht hin! – Stark sein gegen sexualisierte Gewalt an jungen Menschen“ kamen am 7. Oktober zahlreiche Fachkräfte und Interessierte im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) zusammen. Die Veranstaltung war vollständig ausgebucht.
Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Perspektiven auf Prävention, Aufarbeitung, Opferschutz und Unterstützung. Einen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Volker Schattenberg von der Brücke zum Thema „Opfergerechte Täter“. Dabei ging es um die Frage, wie Täter gestaltet werden kann, ohne den Schutz und die Perspektive der Betroffenen aus dem Blick zu verlieren.
Einen persönlichen Einblick gaben Jonathan Drefs und Theresa Fischer vom Verein EndTheSilence. In ihrem Beitrag „Erfahrungsberichte und Perspektiven von Betroffenen sexualisierter Gewalt“ berichteten sie von ihren eigenen Missbrauchserfahrungen und ihren individuellen Heilungsprozessen. Damit rückten sie die Perspektive Betroffener in den Mittelpunkt und machten deutlich, wie wichtig Zuhören, Verständnis und verlässliche Unterstützung sind.
Die Schirmherrschaft der Kinderschutzkonferenz hatte Dr. Nicolas Apitzsch, Dezernent der Stadt Lünen, übernommen. In seinem Wortbeitrag unterstrich er die Bedeutung des Kinderschutzes und die gemeinsame Verantwortung der Stadtgesellschaft: „Kinderschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Kinder und junge Menschen müssen sicher aufwachsen können. Dieses Recht zu verwirklichen, gelingt nur gemeinsam.“
Auch die kommunale Kinderschutzarbeit war Bestandteil der Konferenz. Matthias Kossow, Koordinator für Kinderschutz und Organisator der Veranstaltung, sowie Lea Zindel, Koordinatorin für die Projekte „Lünen bewegt Bildung“ und „Kinderstark“, begrüßten die Teilnehmenden und stellten den Zusammenhang zu den lokalen Angeboten und Projekten her.
„Ich glaube, guter Kinderschutz gelingt dort, wo wir wache, aufmerksame Erwachsene und starke, selbstbewusste junge Menschen haben“, sagte Matthias Kossow in seiner Begrüßung.
Dabei gehe es auch darum, die Perspektive junger Menschen ernst zu nehmen: „Wenn wir ihre Lebenswelt gestalten wollen, müssen wir ihnen zuhören – auch dann, wenn das, was wir hören, unbequem ist.“
Die Kinderschutzkonferenz machte damit deutlich: Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Dazu gehören aufmerksame Erwachsene, starke und selbstbewusste junge Menschen, der offene Umgang mit sexualisierter Gewalt sowie Unterstützungsangebote, die sich an den Bedürfnissen von Betroffenen orientieren.
Foto: Die diesjährige Kinderschutzkonferenz Lünen hat sich intensiv mit dem Schutz junger Menschen vor sexualisierter Gewalt beschäftigt.
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