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Betreff: Informationsdienst der Stadt Witten am Dienstag, 8. September 2026

Kommenden Montag, 14. September, ist Ratssitzung. Wichtige Themen stehen dann auf der Tagesordnung, eins aber nicht: Die Einbringung des nächsten städtischen Haushaltsplanentwurfs, der auf den Doppelhaushalt 2025/2026 (eingebracht am 21. Oktober 2024) folgt. Aktuell müssen noch die neuesten GFG- und Orientierungsdaten eingearbeitet werden, um das Werk, bei aller Unvorhersehbarkeit von Dingen, so präzise wie möglich zu machen. Klar ist: Es sieht dramatisch aus für den Wittener Finanzhaushalt. Bei diesem Satz möchte manch eine*r womöglich gähnen, weil er nicht neu ist. Weil man das Gefühl hat, man hangelt sich von „kein Geld“ zu „gar kein Geld“ zu „absolut kein Geld“. Und damit wird es immer schwerer, das Problem noch richtig einzuordnen. Viele in Witten sind davon müde, genervt oder empört. Verständlich. Im Rathaus ist es genauso. Kämmerer Matthias Kleinschmidt belegt die Situation mit einem Wort, das jeder kennt: „Wir sind verzweifelt. Weil wir aktuell nicht wissen, ob wir die Enden noch zusammen bekommen.“ Klartext: Derzeit ist nicht klar, ob die Verwaltung in der Ratssitzung im November einen Haushaltsplanentwurf vorlegen kann, der Mehrheiten im Stadtrat findet und dann auch noch grünes Licht von der Genehmigungsbehörde bekommt. Für Bürgermeister Dirk Leistner beschreibt die Lage persönlich und amtlich so: „Witten kennt ja meine Persönlichkeitsstruktur: Ich bin Optimist, ich habe viele Gestaltungsideen. Und die kosten Geld. Gleichwohl bin ich ja als Realist in dieses Amt gegangen, ich wusste, wie es steht. Und diesen krassen Spagat merke ich aktuell jeden Tag: In einem Moment eröffnen wir eine hammergeile Turnhalle in Vormholz, noch am gleichen Tag muss ich Menschen aber erklären, warum ein Spielgerät in ihrer Nachbarschaft nicht erneuert werden kann. Wenn Matthias Kleinschmidt also sagt, wir müssen die finanziellen Enden zusammen bekommen, heißt das auch, dass wir in dieser dramatischen Situation irgendwie das Miteinander als Stadtgesellschaft bewahren müssen.“ Klar sei das für ihn als Bürgermeister „wenig erfreulich, ständig erklären zu müssen, was nicht geht, anstatt von einer Konfetti-Kanone zur nächsten zu eilen.“ Aber genau das möchte er mit Witten hinkriegen: „Festlegen, was wichtig ist und was umgesetzt wird. Und dank der positiven Projekte besser ertragen, dass Anderes zurückstehen muss.“ Diese Mammut-Aufgabe, so Leistner, sei natürlich eine gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Politik. „Der Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft ist unser aller Aufgabe.“ (lk)

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