Öffentliche Artikelquelle
E-Mail an die Redaktion
Von: Neues aus Dorsten
Absender: •••@t-online.de
An: Unsere Redaktion
Betreff: Gesamtschule Wulfen: „Der Geist der GSW“ / Wie ein kreatives Schreibprojekt die Gesamtschule Wulfen zum Leben erweckt
Liebe Medienpartner,
„Der Geist der GSW“
Wie ein kreatives Schreibprojekt die Gesamtschule Wulfen zum Leben erweckt
Wulfen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Honorarkraft an der Gesamtschule
Wulfen und ihres Studiums an der Bergischen Universität Wuppertal
realisierte Janet Slemp mit einer jahrgangsübergreifenden Schülergruppe der
Sekundarstufe I ein ganz besonderes Projekt: „Der Geist der GSW“. Für Janet
Slemp, selbst ehemalige Schülerin der Gesamtschule Wulfen, war es mehr als
nur ein universitäres Unterrichtsprojekt. Es war eine Rückkehr an einen
vertrauten Ort mit neuen Perspektiven.
Über zehn Unterrichtsstunden hinweg entwickelten die teilnehmenden Schüler
aus den Jahrgangsstufen 5 bis 10 gemeinsam die literarische Figur Kasper,
den Geist der GSW, der seit 1973, dem Gründungsjahr der Schule, durch das
Gebäude spukt. Mithilfe von Steckbriefen verliehen sie Kasper eine
Persönlichkeit, Gedanken, Vorlieben und erschufen ihn auch visuell mit
Gesicht und Ausdruck. In fantasievollen Tagebucheinträgen ließen die
Schüler ihn anschließend die GSW aus seiner Sicht erleben.
Die Geschichten führten Kasper durch verschiedene Zeiten und Räume der
Schule und verbanden reale Bezüge, wie die Erinnerung an den Dachbrand
2013, mit erfundenen Episoden. So entstand eine Mischung aus Realität und
Fantasie, die auf unaufdringliche Weise berührte. Unterstützt durch
Schreibimpulse, Storyboards, Rückmeldeschleifen und kreativen Austausch
formten die Schüler ihre Texte in mehreren Überarbeitungsphasen zu einem
zusammenhängenden „Geistertagebuch“ mit rotem Faden und gleichzeitig
individueller Stimme.
Ein besonders wichtiger Teil entstand am Ende des Projekts: Die Schüler
griffen das Thema Cybermobbing auf und verarbeiteten es sensibel in Kaspers
Tagebucheinträgen. Dabei reflektierte der Geist über digitale Ausgrenzung,
verletzende Kommunikation und das soziale Miteinander: ein stiller, aber
klarer Appell für mehr Achtsamkeit im Schulalltag.
Es folgte die feierliche öffentliche Lesung im Forum der Gesamtschule
Wulfen. Die Schüler präsentierten ihre Texte vor großem Publikum und
bewiesen eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Ernsthaftigkeit und Stolz in
diesem Projekt steckte. „Es war ein Moment, der unsere Schule als
lebendigen Lernort sichtbar gemacht hat“, betonte Schulleiter Hermann
Twittenhoff. „Die Lesung hat gezeigt, wie Sprache verbindet, Perspektiven
öffnet und die Persönlichkeit unserer Schüler stärkt.“ Auch die Didaktische
Leiterin Susanne Öngören zeigte sich begeistert: „Das Projekt war ein
gelungenes Zusammenspiel aus kreativer Bildung, persönlicher Verbundenheit
mit der Gesamtschule Wulfen und literarischer Arbeit mit jungen Menschen.
Es hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Schule ein Raum sein kann, in dem
Geschichten entstehen und gehört werden.“
Für Janet Slemp war das Projekt eine besondere Erfahrung: eine Reise in die
Vergangenheit mit Blick in die Zukunft und für die Schüler ein kreativer
Zugang zur Literatur, die ihrer Schule mit „Der Geist der GSW“ auf
eindrucksvolle Weise Leben einhauchte.