Bochum stellt U-Bahnstation „Deutsches Bergbau-Museum“ unter Denkmalschutz
Unterschutzstellung am 13. September im Rahmen der U35 „CampusLinie“ mit Übergabe einer Denkmalplakette

Die Stadt Bochum hat die U-Bahnstation „Deutsches Bergbau-Museum“ als Teil der U35 „CampusLinie“ offiziell unter Denkmalschutz gestellt. Nach Angaben der Stadt ist die Station damit die erste U-Bahnstation in Nordrhein-Westfalen, die als technisches Denkmal anerkannt wird.
Die Unterschutzstellung erfolgte am 13. September, dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. In diesem Jahr stand der Aktionstag unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmal & Infrastruktur“. Bürgermeisterin Barbara Jessel überreichte vor Ort die offizielle Denkmalplakette für den Bahnhof.
Bedeutung für Stadt und Region
Die U35 spielt nach Darstellung der Stadt Bochum innerhalb der Region eine besondere Rolle. Sie gilt als bedeutendes Zeugnis der Stadtbahnplanungen der 1960er- und 1970er-Jahre und ist zugleich die einzige Stadtbahnlinie im Ruhrgebiet, die Bochum und Herne direkt miteinander verbindet.
Die 1989 fertiggestellte Station „Deutsches Bergbau-Museum“ entstand in der sogenannten „Bochumer Bahnhofsbauweise“. Entworfen wurde sie vom städtischen Ingenieur Jochen Habeck. Er konzipierte die Station zugleich als außenliegenden Ausstellungsraum des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.
Heike Möller, Leitung des Amts für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Bochum, hob die architektonische Gestaltung hervor. Sie greife Themen des Bergbaus auf und stelle eine direkte Verbindung zwischen der unterirdischen Verkehrsinfrastruktur und der montanhistorisch geprägten Stadtgeschichte an der Oberfläche her.
Zusammenarbeit bei der Unterschutzstellung
Die Untersuchung der Denkmaleigenschaft und die nun erfolgte Unterschutzstellung entstanden aus einem gemeinsamen Erfassungsprojekt zur Architektur der 1960er- bis 1980er-Jahre mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von Jun.-Prof. Dr. Christine Beese. Auf dieser Grundlage konnte die Unterschutzstellung gemeinsam von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bochum und dem LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen umgesetzt werden.
Mit der neu angebrachten Denkmalplakette wird die Station künftig auch sichtbar als Teil des baukulturellen Erbes Bochums gewürdigt.
Dorothee Dorn vom Tiefbauamt betonte, dass dem Erhalt dieser U-Bahnstation große Bedeutung beigemessen werde und der Denkmalschutz eine gute Möglichkeit sei, dies für die Zukunft zu sichern.
Die Stadt Bochum verweist darauf, dass die Unterschutzstellung zugleich die Bedeutung der Stadtbahn für die Stadtentwicklung unterstreicht. Die Station „Deutsches Bergbau-Museum“ stehe insbesondere für die architektonische und gestalterische Verbindung zur Bergbaugeschichte der Stadt und damit auch zum Deutschen Bergbau-Museum Bochum als Erinnerungs- und Vermittlungsort der Montangeschichte.
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