Gedenken in Bewegung: Radtour zu NS-Zwangsarbeit in Bochum

Kostenfreie Tour am 12. April führt zu historischen Stätten und stärkt das Erinnern an die Vergangenheit

Von Redaktion Bochum

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Die Volkshochschule Bochum setzt gemeinsam mit dem Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ ein Zeichen für historisches Erinnern und gesellschaftliches Engagement: Am 12. April findet von 14 bis 16 Uhr eine kostenfreie Radtour zum Thema „Zwangsarbeitslager“ in Bochum statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten dabei Gelegenheit, zentrale Orte der NS-Zwangsarbeit in Bochum kennenzulernen und mehr über die Hintergründe, Schicksale und damaligen Verbrechen zu erfahren.

Historische Auseinandersetzung auf zwei Rädern

Die Führung ist Teil einer Kooperation, die das Ziel verfolgt, die Erinnerungskultur in Bochum zu stärken und einen Raum für Dialog sowie kritische Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte zu bieten. Im Fokus der Radtour steht die Produktion des Bochumer Vereins im Kontext des „totalen Kriegs“ sowie das Leid der verschleppten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Startpunkt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der Westpark, genauer der Parkplatz am Gewerkschaftshaus an der Alleestraße 80. Von hier aus beginnt die geführte Tour, die verschiedene Gedenkorte und Erinnerungsstätten ansteuert und von sachkundigen Gesprächspartnern begleitet wird.

Stationen der Erinnerung

Die Route führt zu geschichtsträchtigen Orten, die an die Opfer der Zwangsarbeit erinnern. An jeder Station werden historische Hintergründe, Schicksale und Zusammenhänge erläutert. Die wichtigsten Stationen im Überblick:

  • Stolperschwelle am Kreisverkehr Kohlenstraße: Ein Gedenkort, der an die verschleppten Zwangsarbeiter erinnert.
  • Ehemalige Außenlager Buchenwalds an der Brüllstraße: Mit einer eigenen Erinnerungstafel.
  • Lager „Saure Wiesen“ sowie das Lager Mariannenplatz: Weitere zentrale Erinnerungsstätten auf der Route.
  • Die Tour wird begleitet von Günter Gleising (VVN) und dem Künstler Marcus Kiel. Beide bringen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in die Führung ein, was die historische Vermittlung abwechslungsreich und authentisch gestaltet.

    Optionale Erweiterungen

    Auf Wunsch kann die Route verlängert werden. Zu den möglichen weiteren Stationen gehören der Friedhof Höntrop – hier befindet sich ein Gedenkstein für sowjetische Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter – sowie das Gelände der ehemaligen Zeche „Fröhliche Morgensonne“. Das Angebot richtet sich somit auch an Teilnehmer, die sich tiefergehend mit der Thematik auseinandersetzen möchten.

    Anmeldung und weiterführende Informationen

    Die Teilnahme an der Radtour ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann telefonisch oder über die Website der Volkshochschule Bochum erfolgen.

    title="Anmeldung zur Radtour der Volkshochschule Bochum"

    subtitle="Teilnahme und Informationen"

    phone="02 34 / 910 – 15 55"

    />

    title="Weitere Informationen und Online-Anmeldung"

    url="https://vhs.bochum.de"

    />

    Die digitale Tourbeschreibung sowie Bilder und zusätzliche Informationen zu den Stationen sind bereits online abrufbar. Dadurch können sich Interessierte im Vorfeld ein Bild von der Route und den historischen Hintergründen machen.

    title="Routenverlauf und Stationen der Radtour"

    subTitle="Strecke und Bilder bei komoot.de"

    url="https://www.komoot.de/tour/860071900?ref=itd"

    />

    Bedeutung für die Erinnerungsarbeit in Bochum

    Die Radtour ist ein Beitrag zur lokalen Erinnerungsarbeit und bietet insbesondere jungen Menschen, Geschichtsinteressierten und Anwohnern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte ihrer Stadt auseinanderzusetzen. Sie trägt dazu bei, das Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit wachzuhalten und die Verantwortung für eine offene, demokratische Gesellschaft zu unterstreichen.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule und zivilgesellschaftlichen Akteuren statt und unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Bildungsangebote im Kampf gegen das Vergessen. Wer teilnehmen möchte, sollte sich zeitnah anmelden, da das Interesse an solchen Angeboten erfahrungsgemäß hoch ist.

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