Neues Welcome Office erleichtert Fachkräfte-Start
Bochum eröffnet zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte im Rahmen der Initiative „Willkommen, um zu bleiben“

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Am 31. März 2025 wurde in Bochum das neue Welcome Office offiziell eröffnet – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland. Die Initiative der Stadt wird von zahlreichen Partnerinstitutionen getragen, um internationalen Fachkräften einen schnellen und unkomplizierten Start in Bochum zu ermöglichen.
Hintergrund: Demografischer Wandel und Fachkräftemangel
Deutschland steht vor einer großen Herausforderung: Mit dem Eintritt der sogenannten Babyboomer-Generation in den Ruhestand droht dem Land ein drastischer Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Ohne gezielte Anwerbung und Integration von Fachkräften aus dem Ausland ist dieser Entwicklung kaum entgegenzuwirken. Mit dem Welcome Office Bochum ziehen die Stadt und zahlreiche Partner an einem Strang, um aktiv gegenzusteuern.
Das bereits im Juni 2024 gegründete „Bündnis Leben Arbeiten“ arbeitet eng mit dem Welcome Office zusammen. Ziel ist es, eine starke Willkommens- und Bleibekultur zu etablieren, um nicht nur Fachkräfte anzuziehen, sondern auch langfristig an die Region zu binden.
Das One-Stop-Shop-Konzept: Effiziente Unterstützung aus einer Hand
Herzstück des Welcome Office ist das sogenannte One-Stop-Shop-Konzept: Wer in Bochum leben und arbeiten möchte, findet hier eine zentrale Anlaufstelle für sämtliche Anliegen. Neue Fachkräfte erhalten eine umfassende Erstberatung und können zahlreiche Behördengänge, wie etwa die Anmeldung des Wohnsitzes oder die Anerkennung von Berufsqualifikationen, in einem einzigen Termin erledigen.
Die enge Vernetzung der beteiligten Partner ermöglicht eine effiziente Bearbeitung der Anliegen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hebt besonders die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern hervor, die den Kunden einen reibungslosen Ablauf garantieren.
Stimmen der Partnerinstitutionen
Die Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, die Agentur für Arbeit und die Handwerkskammer Dortmund betonen unisono die Notwendigkeit von Zuwanderung und Bleibeperspektiven für internationale Fachkräfte. So stellt die IHK nun erstmals einen Anerkennungsberater in Vollzeit zur Verfügung. Die Handwerkskammer hebt die Entlastung der Betriebe durch das Welcome Office hervor, da bürokratische Hürden verringert werden.
Auch wissenschaftliche Institutionen wie die Ruhr-Universität Bochum profitieren durch die zentrale Anlaufstelle für Dienstleistungen, was den Einstieg für Forschende und Studierende aus dem Ausland deutlich erleichtert.
Vielfältiges Angebot und breite Partnerschaft
Das Welcome Office adressiert nicht nur die Bedürfnisse von Fachkräften. Es setzt sich auch für die Sensibilisierung gegenüber internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für die Vorteile von Diversität ein. Unternehmen werden bei der Gewinnung ausländischer Fachkräfte unterstützt und können sich zur aktuellen Gesetzeslage, wie dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2.0, beraten lassen.
Zu den Kooperationspartnern zählen neben der Stadt Bochum auch die Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, die Agentur für Arbeit Bochum, die Handwerkskammer Dortmund, das Kommunale Integrationsmanagement, Hochschulen, Bildungszentren, Ehrenamtsagenturen, der Stadtsportbund und Wohnungsbaugesellschaften.
Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten
Das Welcome Office steht täglich von 08:00 bis 16:00 Uhr (mittwochs ebenfalls bis 16:00 Uhr) zur Verfügung und ist zentral an der Universitätsstraße 43 bis 49 gelegen. Das Beratungsteam sorgt für eine persönliche Begleitung und unterstützt bei allen Fragen rund um das Ankommen und Leben in Bochum.
Welcome Office Bochum: Online-Informationenhttp://www.welcome-office.bochum.de
Ein wichtiger Baustein für Bochums Zukunft
Das Welcome Office gilt als zentrale Säule der Strategie „Willkommen, um zu bleiben – neue Einwohner*innen für Bochum“. Es signalisiert, dass Integration und Fachkräftegewinnung in Bochum als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden werden. Das breite Bündnis aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zeigt dabei, wie eine zukunftsorientierte Stadtgesellschaft aktiv gestaltet werden kann.
Weitere Informationen, auch zu aktuellen Beratungsangeboten und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, sind online verfügbar. Die Initiative bleibt ein entscheidender Faktor auf dem Weg zu einer offenen, vielfältigen und wirtschaftlich starken Region.
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