Feuerwehren im Lahn-Dill-Kreis bewältigen 83 wetterbedingte Einsätze
Starkregen, stürmische Böen und Hagel führten zu Arbeiten an Bäumen, Straßen, Dächern und überfluteten Bereichen
Nach einem schweren Unwetter mit Starkregen, stürmischen Böen und örtlich großkörnigem Hagel haben die Feuerwehren im Lahn-Dill-Kreis am Freitagabend insgesamt 83 wetterbedingte Einsätze bewältigt. Das teilte der Lahn-Dill-Kreis mit. Besonders betroffen waren demnach Driedorf, Herborn, Sinn, Mittenaar, Bischoffen, Hohenahr, Greifenstein und Aßlar.
Ab 19 Uhr gingen in der Zentralen Leitstelle zahlreiche Notrufe ein. Die Einsatzkräfte beseitigten unter anderem umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten oder auf Fahrzeuge beziehungsweise ein Wohnhaus gestürzt waren. Zudem wurden mehrere Dächer durch Sturmböen beschädigt oder teilweise abgedeckt. Überflutete Straßen sorgten ebenfalls für Einsätze, weil große Hagelmengen die Straßeneinläufe verstopften. Hinzu kamen vollgelaufene Keller, Garagen und Firmengebäude.
Leitstelle stockt Personal wegen hoher Zahl an Notrufen auf
Mit dem wachsenden Einsatzaufkommen nahm auch die Belastung in der Zentralen Leitstelle zu. Nach Angaben des Kreises wurden deshalb die Rufbereitschaft sowie dienstfreies Personal nachalarmiert. So konnte die personelle Besetzung innerhalb kurzer Zeit verdreifacht werden. Gegen 21 Uhr entspannte sich die Lage allmählich, das Anruf- und Einsatzaufkommen ging spürbar zurück.
Landrat dankt Einsatzkräften und Leitstelle
Landrat Carsten Braun dankte den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie den Mitarbeitenden der Zentralen Leitstelle für ihren Einsatz. Er würdigte insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren und die professionelle Bewältigung des hohen Notrufaufkommens durch die Leitstelle.
Beschädigte Gegenstände können regulär entsorgt werden
Bürgerinnen und Bürger, die infolge des Unwetters beschädigte Gegenstände entsorgen müssen, können diese im Rahmen der regulären Annahmezeiten an drei Stellen abgeben:
- am Wertstoffhof Herborn,
- im Kompostwerk der Firma Herhof in Dillenburg-Oberscheld,
- im Abfallwirtschaftszentrum des Lahn-Dill-Kreises in Aßlar.
Nach Angaben des Kreises stehen alle Entsorgungsmöglichkeiten im gewohnten Umfang zur Verfügung.
Der Lahn-Dill-Kreis wertet das Unwetter als erneuten Beleg für die Bedeutung einer leistungsfähigen Gefahrenabwehr und des ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehren. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes aller Beteiligten hätten die zahlreichen Einsatzstellen zügig abgearbeitet und größere Schäden verhindert oder in ihren Auswirkungen begrenzt werden können.
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