Bildungskonferenz des Regionalen Bildungsnetzwerks: 250 Lehrkräfte aus dem Rhein‑Kreis Neuss informieren sich über Demokratiebildung

Bildungskonferenz im Rhein‑Kreis Neuss am 8. Oktober 2026: 250 Schulvertreter diskutieren Demokratie‑ und Extremismusprävention, Workshops und Praxisbeispiele.

Von Redaktion LK Rhein-Kreis Neuss2 Min. Lesezeit
V.l.: Ahmad Mansour von Mind Prevention, Sebastian Potschka (Bezirksverbindungslehrer der Bezirksschülervertretung Rhein-Kreis Neuss), Landrätin Katharina Reinhold und Kreisdezernent Sebastian Johnen

V.l.: Ahmad Mansour von Mind Prevention, Sebastian Potschka (Bezirksverbindungslehrer der Bezirksschülervertretung Rhein-Kreis Neuss), Landrätin Katharina Reinhold und Kreisdezernent Sebastian JohnenFoto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

V.l.: Ahmad Mansour von Mind Prevention, Sebastian Potschka (Bezirksverbindungslehrer der Bezirksschülervertretung Rhein-Kreis Neuss), Landrätin Katharina Reinhold und Kreisdezernent Sebastian JohnenFoto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Am 8. Oktober 2026 fand im Rhein‑Kreis Neuss die Bildungskonferenz des Regionalen Bildungsnetzwerks statt. Rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus den Schulen des Kreises trafen sich im Zeughaus Neuss sowie am Gymnasium Marienberg, um sich zum Thema „Demokratiebildung – Haltung stärken. Extremismus vorbeugen. Gesellschaft gestalten.“ auszutauschen.

Landrätin Katharina Reinhold eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort, in dem sie betonte, dass Demokratie nicht nur Unterrichtsthema, sondern gelebte Praxis im Schulalltag sein soll. Die Schulleitungen aller Kreis­schulen sowie weiteres Schulpersonal, unter anderem aus der Schulsozialarbeit, waren eingeladen.

Die Konferenz wurde von Doris Mause, Regionalkoordinatorin der Bezirksregierung Düsseldorf, und Kreisdezernent Sebastian Johnen moderiert. In den Podiumsgesprächen wurden bereits bestehende Projekte vorgestellt und diskutiert, wie Schulen zur Stärkung demokratischer Werte beitragen können.

Vorträge und Workshops

Ahmad Mansour, Geschäftsführer von Mind Prevention, hielt einen Vortrag und leitete einen Workshop, in dem er Herausforderungen und Praxisansätze der Demokratiebildung beleuchtete. Markus Wölke von der Bezirksregierung Düsseldorf stellte Standards für die politische Bildung vor.

Praxisorientierte Workshops behandelten Themen wie „Rechtsextremismus“, „Islamistischer Extremismus“, das Kinderrechteprogramm UNICEF, den Umgang mit sozialen Medien und die Einbindung von Videospielen zur Extremismusprävention in den Schulalltag.

Kulturelle Beiträge

Der Chor des Menorah‑Projekts vom Pascal‑Gymnasium Grevenbroich sorgte für musikalische Untermalung. Vor der Konferenz hatten Schulen Kurzfilme unter dem Titel „‘Demokratie im Bild‘ – Gemeinsam Demokratie sichtbar machen“ eingereicht, die in einem zusammengeschnittenen Beitrag gezeigt wurden. Schülerinnen und Schüler berichteten darin, was Demokratie für sie bedeutet und präsentierten Beispiele schulischer Demokratiebildung.

Weiterführende Materialien und Begleitprogramm

Auf der Homepage des Rhein‑Kreis Neuss stellt das Regionale Bildungsnetzwerk die Broschüre „Demokratiebildung – Demokratie erleben. Mitgestalten. Verantwortung übernehmen.“ zum Download bereit. Die Broschüre enthält Informationen zu Programmen, Projekten, Praxisbeispielen und Materialien für Unterricht und Schulleben.

Zusätzlich bietet das MuseumMobil des Hauses der Geschichte NRW ein Begleitprogramm zur Bildungskonferenz an. Das Angebot ist bis zum 18. Oktober auf dem Freithof vor dem Zeughaus in Neuss verfügbar und richtet sich insbesondere an Schulklassen.

Die Bildungskonferenz knüpft an frühere Schwerpunkte des Regionalen Bildungsnetzwerks an: 2022 stand der Kinder‑ und Jugendschutz im Fokus, 2024 das Ganztagsangebot. Damit schafft der Kreis nicht nur Fortbildungsangebote, sondern auch ein Forum für Vernetzung und den Austausch von Impulsen, die in künftige Bildungsstrategien einfließen.

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