27 Tonnen Drogen sichergestellt

Zollfahndung Essen meldet für 2025 Rekordfunde bei Cannabis, Tabak, Pyrotechnik und Geldwäsche

Von Redaktion
27 Tonnen Drogen sichergestellt
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert mit OpenAI · Herausgeber: Die Stadt Redaktion

Das Zollfahndungsamt Essen zieht für das Jahr 2025 eine klare Bilanz: Die Bekämpfung organisierter Kriminalität blieb auf hohem Niveau, zugleich wurden in mehreren Deliktsbereichen auffällige Zuwächse verzeichnet. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei der Betäubungsmittelkriminalität aus. Auch bei Steuerdelikten, Waffenkriminalität, Pyrotechnik und Geldwäsche meldet die Behörde teils erhebliche Sicherstellungen.

Betäubungsmittelkriminalität mit starkem Anstieg

Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität registrierte das Zollfahndungsamt Essen im Jahr 2025 einen deutlichen Zuwachs. Die Gesamtmenge der sichergestellten Drogen lag bei über 27 Tonnen. Besonders hervorgehoben wird die Sicherstellung von 23 Tonnen Cannabis.

Nach Angaben der Behörde hat die geänderte Rechtslage die illegale Einfuhr stärker in den Fokus der zentralen Strafverfolgung gerückt. Der Großteil der Sendungen wurde demnach über Post- und Frachtwege eingeführt. Auch synthetische Drogen spielten eine größere Rolle. Dazu zählen Amphetamin, Methamphetamin sowie neue psychoaktive Stoffe, die in gestiegenem Umfang festgestellt wurden.

Schlag gegen organisierte Steuerkriminalität

Im Deliktsbereich Verbrauchsteuern blieb das Niveau im Vergleich zum Vorjahr konstant. Auffällig ist jedoch die Verdopplung der sichergestellten Tabakwaren. Als Hintergrund nennt die Mitteilung die Aushebung eines illegalen Zigarettenherstellungsbetriebs im März in Düsseldorf.

Die Anlage im industriellen Ausmaß umfasste Lager- und Produktionsstrukturen. Dort wurden 32 Tonnen Tabakwaren sichergestellt. Der geschätzte Steuerschaden beläuft sich auf etwa 54 Millionen Euro.

Parallel dazu gewinnt nach Angaben des Zollfahndungsamts der Bereich der Steuerverstöße mit E-Zigaretten und sogenannten Substituten weiter an Bedeutung. Die Zahl der entsprechenden Ermittlungsverfahren sei deutlich angestiegen.

Antidumping und Wirtschaftskriminalität

Ein weiterer Schwerpunkt lag bei Zöllen und der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang mit Antidumpingmaßnahmen der Europäischen Union. Die Ermittlungszahlen bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres und zeigen damit eine anhaltende Relevanz dieses Deliktsbereichs.

Ziel sei es, Wettbewerbsverzerrungen und die Umgehung von Einfuhrabgaben konsequent zu unterbinden und faire Marktbedingungen zu sichern.

Zunahme bei Waffen, Pyrotechnik und Geldwäsche

Auch im Bereich Verbote und Beschränkungen sieht die Behörde eine veränderte Lageentwicklung. Genannt werden vor allem ein deutlicher Anstieg der Ermittlungen wegen Waffenkriminalität sowie mehr als 47.000 sichergestellte pyrotechnische Gegenstände.

Als Faktor für die Verfügbarkeit verbotener oder erlaubnispflichtiger Produkte verweist das Zollfahndungsamt auf den internationalen Onlinehandel.

Trotz des Trends zu bargeldlosen Zahlungen bleibe Bargeld ein zentrales Mittel krimineller Gruppen. In fast 221 Geldwäscheverfahren wurden Bargeldbeträge gesichert. Zusätzlich konnten im Rahmen der Vermögensabschöpfung rund zehn Millionen Euro eingezogen werden.

Konsequentes Vorgehen als Leitlinie

Die Behörde fasst ihre Linie mit einem klaren Grundsatz zusammen: Straftaten dürfen sich nicht lohnen. Die Mitteilung stellt damit nicht nur einzelne Ermittlungserfolge heraus, sondern betont auch den Anspruch, organisierte Kriminalität und wirtschaftlich motivierte Delikte dauerhaft zu bekämpfen.

Transparenz und weitere Informationen

Die detaillierten Jahresergebnisse sind nach Angaben des Zollfahndungsamts in der ebenfalls veröffentlichten Datei „ZFA - Jahresstatistik 2025“ enthalten.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: