Bochum: Feuerwehr rückt zu 18 Einsätzen aus
Sechs Brände und zwölf technische Hilfeleistungen – mehrere Menschen gerettet, zwei Verletzte nach Rauchgasvergiftung
Die Feuerwehr Bochum ist am Samstag, den 11.04.2026, zu einer Vielzahl von Einsätzen im gesamten Stadtgebiet ausgerückt. Im Verlauf des Tages wurden insgesamt sechs Brandeinsätze sowie zwölf technische Hilfeleistungen abgearbeitet. Drei größere Einsatzlagen prägten den Einsatztag besonders.
Stromausfall im Osten: Einsatz in Langendreer und Werne
Bereits gegen 7:00 Uhr kam es in den Bochumer Stadtteilen Langendreer und Werne zu einem größeren Einsatz. Auslöser war ein Bruch eines Erdkabels im Bereich Salzstraße / Hohlstraße. In der Folge hob sich auf einer Fläche von 2m² Gehwegplatten an.
Die Feuerwehr sperrte den Bereich weiträumig ab und führte gemeinsam mit den Stadtwerken umfangreiche Messungen durch. Betroffen war dabei eine Stromunterbrechung an kritischer Infrastruktur, die als KK3 eingestuft wurde.
Die Einrichtung schaltete automatisch auf die vorhandene Notstromversorgung um. Einschränkungen in der Patientenversorgung oder -behandlung entstanden dadurch nicht. Der Stromausfall dauerte von 07:00 bis 08:45 Uhr. Nach Herstellung der Sicherheit wurde die Einsatzstelle übergeben.
Brand in der Ernestinestraße: Zwei Menschen gerettet
Gegen 20:00 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem akuten Einsatz in der Ernestinestraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte es in einer Küche. Gleichzeitig befand sich noch eine Person in der Wohnung, die auf sich aufmerksam machte. Der Treppenraum des Gebäudes war bereits verraucht.
Unverzüglich leitete die Feuerwehr die Menschenrettung aus dem Erdgeschoss und die Rettung aus dem 1. Obergeschoss ein. Beide Personen konnten schnell gerettet werden. Anschließend wurden die Bewohner betreut.
Ein Bewohner der Brandwohnung erlitt eine Rauchgasintoxikation und wurde in ein Bochumer Krankenhaus gebracht. Danach erfolgte eine Überdruckbelüftung. Die betroffene Wohnung wurde stromlos geschaltet.
Wohnungsbrand in Hordel: Feuer nach Grillen in der Loggia
Nur eine Stunde später, gegen 21:30 Uhr, folgte die nächste Alarmierung in der Straße Lakenbruch im Stadtteil Hordel. Das Einsatzstichwort lautete „Wohnungsbrand - akute Gefahr für Menschenleben“.
Bei der Ankunft stellten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung im Dachgeschoss fest. Ursache war ein Brand einer Loggia, ausgelöst durch einen Grill. Die Flammen hatten sich bereits auf die Zwischenwand und den Spitzboden ausgebreitet.
Zur Brandbekämpfung kamen zwei Trupps unter Atemschutz und ein C-Rohr zum Einsatz. Für die Nachlöscharbeiten mussten große Teile der Trockenbauverkleidung geöffnet werden. Die Drehleiter wurde zur Kontrolle des Dachbereichs in Stellung gebracht.
Drei Personen aus der betroffenen Wohnung wurden vom Rettungsdienst untersucht. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus transportiert. Das Gebäude wurde anschließend mittels Überdrucklüfter entraucht.
Weitere Einsätze im Stadtgebiet
Zusätzlich zu den genannten größeren Lagen wurden am Samstag noch vier weitere Brandeinsätze sowie elf technische Hilfeleistungen bearbeitet.
Die Berufsfeuerwehr wurde dabei durch die Löscheinheiten Dahlhausen, Linden und Mitte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Auch die Verpflegungseinheit des DRK war zur Versorgung der Einsatzkräfte im Einsatz.
Der Tag verdeutlicht die Bandbreite der Einsätze, die Feuerwehr, Rettungsdienst und unterstützende Einheiten im gesamten Stadtgebiet parallel bewältigen mussten.
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