Eurojackpot: Diese Mythen stimmen nicht
WestLotto erklärt, warum beim Jackpot allein der Zufall zählt – und wie groß die Gewinnchancen wirklich sind.

Wenn der Eurojackpot auf 120 Millionen Euro steigt, wächst nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch die Zahl der Mythen rund um das Spiel. Die Pressemitteilung aus Münster nimmt drei verbreitete Vorstellungen unter die Lupe und ordnet ein, was beim Eurojackpot tatsächlich zählt: Zufall.
Immer dieselben Zahlen tippen: kein Vorteil
Ein weitverbreiteter Irrglaube lautet, dass dieselben Zahlenkombinationen mit der Zeit bessere Chancen hätten. Nach Darstellung von WestLotto stimmt das nicht. Jede Zahlenkombination habe immer die gleichen Chancen, unabhängig davon, ob sie zum ersten oder zum hundertsten Mal gespielt wird.
Für jeden Tipp werden sieben Zahlen angekreuzt: fünf aus 50 und zwei Eurozahlen aus 12. Daraus ergeben sich rund 140 Millionen mögliche Kombinationen. Wer etwa Geburtstage, Hochzeitstage oder andere persönliche Daten spielt, macht demnach nichts falsch, verzichtet aber möglicherweise auf Alternativen, die andere Spielteilnehmer nicht ebenfalls gewählt haben.
Geringe Gewinnchance heißt nicht: ohne Chance
Auch der zweite Mythos ist in der Mitteilung klar formuliert: Die Chance auf den Jackpot ist sehr gering, daraus folgt aber nicht, dass das Spiel aussichtslos wäre. Der Jackpot könne nur wachsen, wenn nicht bereits jeder einen Treffer landet. Gerade weil ein Gewinn so selten sei, bleibe der erste Rang reine Zufallssache.
Gleichzeitig verweist Eurojackpot auf die weiteren Gewinnmöglichkeiten. Es gibt zwölf Gewinnklassen, die jede Woche Chancen auf eine sechsstellige Anzahl von Gewinnen bieten. Für die Gewinnklasse 2 - also fünf richtige Zahlen plus eine richtige Eurozahl - wird eine Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 7 Millionen genannt.
Gewinner aus bestimmten Regionen? Statistik statt Glückszone
Wer auf Gewinnerlisten blickt, könnte den Eindruck gewinnen, bestimmte Regionen seien besonders erfolgreich. In der Mitteilung wird das jedoch ausdrücklich relativiert. Zwar tauchen Deutschland und Nordrhein-Westfalen in den Statistiken häufiger auf, eine besondere Glückszone gibt es nach Angaben von WestLotto aber nicht.
Die Ziehung sei für alle Teilnehmenden gleich und funktioniere rein zufallsbasiert - unabhängig davon, ob jemand in Deutschland, Skandinavien, Ost- oder Südeuropa spielt. Dass in Deutschland oder einzelnen Bundesländern mehr Millionengewinner verzeichnet werden, wird mit der hohen Zahl an Mitspielenden erklärt: Wo mehr Tipps abgegeben werden, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn entsprechend höher.
Eurojackpot bleibt Glücksspiel - und kein Rätsel
Die Kernaussage der Pressemitteilung ist deutlich: Eurojackpot bleibt ein Glücksspiel. Wer auf Gerüchte, Lieblingszahlen oder vermeintliche Muster setzt, erhält keinen statistischen Vorteil. Entscheidend ist der Zufall.
Die Mitteilung verweist zudem darauf, dass im Jahr 2025 europaweit über 60 neue Millionäre gekürt wurden. Damit soll unterstrichen werden, dass Gewinne real sind und regelmäßig vorkommen - auch wenn sie nicht planbar sind.
Was beim Spielen wirklich zählt
Die Mitteilung endet mit einem klaren Rat: Wer mitspielt, sollte auf Glück setzen, nicht auf Mythen. Weder Lieblingszahlen noch die Postleitzahl oder das Grübeln über Wahrscheinlichkeiten helfen beim Tippen. Dafür, heißt es dort, helfe ein gutes Bauchgefühl.
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