Zehn Kommunen planen Schritte zur Weiterentwicklung der digitalen Plattform Urban Stack

Gütersloh stimmt einer Verlängerung des Smart-City-Zeitraums bis Ende 2027 zu und treibt zugleich Version 2 für die Plattform voran

Stadt Gütersloh Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Digitalisierung und Geoinformation, Leiterin Kommunikation Digitale Transformation: Annette Blumenstein // Carl-Bertelsmann-Straße 29, 33332 Gütersloh // Telefon 05241/823199 // Mail: annette.blumenstein@guetersloh.de //
Stadt Gütersloh Herausgeber: Stadt Gütersloh, Fachbereich Digitalisierung und Geoinformation, Leiterin Kommunikation Digitale Transformation: Annette Blumenstein // Carl-Bertelsmann-Straße 29, 33332 Gütersloh // Telefon 05241/823199 // Mail: [email protected] //Foto: Stadt Guetersloh

Die interkommunale Zusammenarbeit rund um die von der Stadt Gütersloh entwickelte digitale Datenplattform Urban Stack nimmt weiter Fahrt auf. Beim ersten Community-Treffen der derzeit zehn beteiligten Kommunen wurden konkrete Schritte für die gemeinsame Weiterentwicklung vereinbart.

Güterslohs Digitalisierungsdezernent Carsten Schlepphorst teilte den Vertreterinnen und Vertretern der Partnerkommunen mit, dass das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einer Verlängerung des Smart-City-Zeitraums zugestimmt hat. Die Förderung läuft nun bis Ende 2027. Für die beteiligten Kommunen bedeutet das ein zusätzliches Jahr Planungssicherheit und mehr Zeit für die Weiterentwicklung der Plattform und den Austausch. Mit dem Ende der Förderung soll der Urban Stack in eine Rechtsform überführt werden.

Auch bei der technischen Weiterentwicklung gibt es Neuigkeiten: Das Gütersloher Entwicklerteam arbeitet bereits an der Version 2. Sie soll eine souveräne KI-Plattform integrieren, die auf Servern in Deutschland liegt und den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Einklang mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung ermöglichen soll. Nach Angaben der Stadt ist die größtmögliche digitale Unabhängigkeit von außereuropäischen Anbietern ein wichtiges Thema in den Verwaltungen.

Für einfachere Anwendungen im Verwaltungsalltag setzt die Stadt Gütersloh zudem auf eine Low-Code-Plattform. Anwendungen sollen innerhalb der Urban-Stack-Gemeinschaft selbst programmiert werden können. Basierend auf einem Baukastensystem lassen sich solche Anwendungen mit vergleichsweise geringem Aufwand entwickeln und anpassen. Im Austausch stieß dieses Vorgehen auf großes Interesse; zugleich wurde ein hohes Kooperationspotenzial bei solchen digitalen Werkzeugen gesehen.

Positiv aufgenommen wurde auch eine Mitteilung von Thorsten Schmidthuis, Leiter des Gütersloher Fachbereichs Digitalisierung und Geoinformation: Ab sofort können die Partnerkommunen eine IoT-Plattform mitnutzen, die Gütersloh zur Übermittlung von Sensordaten dient. Über diese Datendrehscheibe werden unter anderem Klimamesswerte von einer Wetterstation in den Urban Stack übertragen, wo sie verwaltet, analysiert und grafisch dargestellt werden.

Wie die interkommunale Kooperation künftig zielgerichtet gestaltet werden kann, soll nun in drei Arbeitsgruppen erprobt werden: Künstliche Intelligenz, Low Code und Internet of Things (IoT). Vernetzung und Wissensaustausch sollen außerdem durch regelmäßige Community-Treffen verstetigt werden.

Aktuell gehören neben Gütersloh folgende Kommunen zur Community: Kreis Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Harsewinkel, Halle (Westf.), Werther (Westf.), Langenberg und Detmold.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.urbanstack.de.

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